Ein großer Salmonellen-Ausbruch beschäftigt die britischen Gesundheitsbehörden. 207 Menschen haben sich mit Salmonella Enteritidis infiziert, ein Patient ist gestorben. Die Quelle steht noch nicht fest. Im Fokus der Ermittlungen stehen jedoch Speisen, die möglicherweise mit importierten Eiern zubereitet wurden. Einen Zusammenhang mit britischen Eiern oder Geflügel fanden die Behörden bislang nicht.
Fast alle Salmonellen-Fälle stammen aus diesem Jahr
Die britische Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) untersucht einen Ausbruch von Salmonella Enteritidis mit 207 bestätigten Fällen. Die Erkrankungen traten zwischen dem 11. August 2025 und dem 1. August 2026 auf. Allein 206 Fälle wurden 2026 gemeldet.
Der Schwerpunkt liegt in England. Dort erkrankten 199 Menschen. Sechs Fälle meldete Schottland, jeweils einen Wales und Nordirland.
Ein Patient ist im Zusammenhang mit dem Ausbruch gestorben. Bei zwei weiteren Patienten gelangten die Salmonellen in die Blutbahn.
Ende Mai bemerkte die UKHSA einen Anstieg von Infektionen mit demselben Salmonellenstamm. Genetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Fälle eine gemeinsame Quelle haben.
Importierte Eier geraten in den Fokus
Woher die Salmonellen stammen, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen liefern jedoch Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit Eiern aus dem Ausland.
Von 114 befragten Erkrankten hatten 83 Prozent in der Woche vor Beginn ihrer Beschwerden außer Haus zubereitete Speisen gegessen.
Die Ermittler identifizierten fünf Gastronomiebetriebe, die mehrere der Erkrankten besucht hatten. Insgesamt brachten sie 24 Fälle mit diesen Betrieben in Verbindung. Elf der Betroffenen gaben an, dort Speisen mit Eiern gegessen zu haben.
Die UKHSA prüft deshalb, ob Lebensmittel, die mit importierten Eiern zubereitet wurden, den Ausbruch verursacht haben könnten. Die betroffenen Gastronomiebetriebe bezogen Eier von mehreren Lieferanten, darunter auch Importeure.
Kein Hinweis auf britische Eier oder Geflügel
Bislang fanden die Behörden keinen Zusammenhang mit Eiern oder Geflügel aus britischer Erzeugung. Die Herkunft der möglichen Infektionsquelle ist damit weiterhin offen.
Auffällig ist jedoch eine genetische Verbindung zu einem Salmonellen-Ausbruch aus dem Jahr 2025. Auch damals standen importierte Eier im Verdacht. Die britischen Behörden untersuchen deshalb mögliche Risiken entlang der Eierimporte genauer.
Auch belgischer Legehennenbetrieb ruft Eier zurück
Unabhängig vom britischen Ausbruch wurde zuletzt auch in einem belgischen Legehennenbestand Salmonella nachgewiesen. Der Betrieb Laerco BV aus Geel in Flandern rief daraufhin in Abstimmung mit der belgischen Lebensmittelbehörde FAVV Eier aus Bodenhaltung zurück.






































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