Jede Salmonellen-Impfung kontrollieren

23 Juli 2026
Agribusiness
Wissenspartner Legehenne Tränkenippel

So sorgen Trinkwasser, Kontrolle der Impfstoffaufnahme und Biosicherheit gemeinsam für einen wirksamen Schutz.

Der anhaltende Salmonellendruck erfordert in der Geflügelhaltung ein konsequentes Vorgehen. Neben strenger Stallhygiene, einer wirksamen Schadnagerbekämpfung und einer guten Biosicherheit ist die Impfung ein wichtiger Baustein der Prävention.

Wird ein Lebendimpfstoff gegen Salmonellen über das Trinkwasser verabreicht, hängt der Erfolg entscheidend von der korrekten Durchführung ab. Besonders die erste Impfung muss technisch einwandfrei ablaufen und von möglichst vielen Tieren aufgenommen werden. Sie bildet die Grundlage für einen belastbaren Impfschutz, auf dem die weiteren Impfungen aufbauen.

Warum ist die erste Salmonellen-Impfung so wichtig?

Mit der ersten Impfung wird der Grundstein für den Immunschutz der Herde gelegt. Wird der Impfstoff korrekt verabreicht und von einem großen Teil der Tiere aufgenommen, entwickelt sich rasch eine Immunität. Die nachfolgenden Impfungen verstärken diesen Schutz.

Bei einem Lebendimpfstoff kann sich der Impfstamm zudem vorübergehend über den Kontakt mit geimpften Tieren und deren Kot auf weitere Tiere im Stall übertragen. Deshalb ist ein gelungener Start besonders wichtig: Je besser die erste Impfstoffaufnahme, desto gleichmäßiger entwickelt sich der Schutz innerhalb der Herde.

Ein wirksamer Schutz vor Salmonellen ist nicht nur für die Tiergesundheit wichtig. Er trägt auch zur Lebensmittelsicherheit bei und schützt den Betrieb vor den Folgen eines Salmonelleneintrags. Ein Ausbruch kann weitreichende Maßnahmen erforderlich machen, um kontaminierte Eier, eine weitere Verbreitung des Erregers und Infektionen beim Menschen zu verhindern.

Wie stellen Sie sicher, dass die Hühner den Impfstoff aufnehmen?

Eine erfolgreiche Impfung beginnt mit einer sorgfältigen Vorbereitung. Bei der Verabreichung über das Trinkwasser müssen die Wasserleitungen sauber und frei von Rückständen von Desinfektionsmitteln sein. Außerdem dürfen rund um den Impfzeitpunkt keine antimikrobiell wirksamen Arzneimittel eingesetzt werden.

Nach den offiziellen Anwendungshinweisen darf ausschließlich sauberes Trinkwasser ohne antiseptische oder desinfizierende Zusätze verwendet werden. Der Impfstoff muss innerhalb weniger Stunden vollständig aufgenommen werden. Geimpft werden ausschließlich gesunde Tiere.

Vor der Impfung sollte deshalb kontrolliert werden:

  • Sind die Wasserleitungen sauber? 
  • Trinken die Tiere ausreichend? 
  • Erreicht das Impfwasser alle Tränkelinien? 

Gerade diese technische Umsetzung entscheidet darüber, ob eine Herde tatsächlich wirksam geimpft wurde oder lediglich auf dem Papier als geimpft gilt.

Der Grundstein für den Schutz wird mit der ersten Impfung gelegt

Ein wirksames Salmonellenkonzept beginnt nicht erst nach einem positiven Befund, sondern bereits mit der ersten Impfung. Gerade diese erste Impfung muss technisch einwandfrei durchgeführt werden und von der Herde möglichst vollständig aufgenommen werden.

Wer die Impfstoffaufnahme sorgfältig vorbereitet und anschließend kontrolliert, schafft die Grundlage für einen zuverlässigen Schutz des Bestands. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Geflügelhalter und Hoftierarzt. Denn erfolgreich ist eine Salmonellenimpfung nur dann, wenn sie nicht nur verabreicht wird, sondern unter Praxisbedingungen auch ihre volle Wirkung entfaltet.







Wie lässt sich der Impferfolg kontrollieren?

Die Impfung allein reicht nicht aus. Ebenso wichtig ist die Kontrolle, ob der Impfstoff tatsächlich von den Tieren aufgenommen wurde.

In der Praxis kann dies beispielsweise durch den Einsatz von blau eingefärbtem Impfwasser erfolgen. Anschließend wird kontrolliert, ob sich die Färbung im Schnabel der Tiere nachweisen lässt.

Darüber hinaus kann der Tierarzt den Impferfolg durch weitere Untersuchungen überprüfen, etwa über Kotproben rund sieben Tage nach der Impfung oder durch Laboruntersuchungen.

Diese Kontrollen helfen nicht nur bei der Beurteilung der Impfstoffaufnahme. Sie erleichtern später auch die Interpretation von Laborbefunden. So lässt sich belegen, ob ein nachgewiesener Salmonellenstamm auf den Impfstoff zurückzuführen ist oder ob eine Einschleppung aus der Umgebung – beispielsweise durch Schadnager oder Personen – vorliegt.

Beim Impfstoff Cevac Salmovac kann der Impfstamm mit geeigneten Labormethoden von Feldstämmen unterschieden werden. Das erleichtert die Bewertung von Untersuchungsergebnissen.

Dreimalige Impfung über das Trinkwasser

Cevac Salmovac ist ein Lebendimpfstoff gegen Salmonella Enteritidis, der insgesamt dreimal über das Trinkwasser verabreicht wird.

Vor allem die erste Impfung entscheidet über den späteren Impferfolg. Der Impfstoff kann wesentlich zum Schutz der Herde beitragen, setzt jedoch eine sorgfältige Durchführung sowie eine enge Abstimmung zwischen Geflügelhalter und Tierarzt voraus.

Warum bleibt Biosicherheit trotz Impfung unverzichtbar?

Eine Impfung allein bietet keinen vollständigen Schutz. Sie muss immer Teil eines umfassenden Biosicherheitskonzepts sein.

Ratten und Mäuse, Geflügelmist, Futterreste, Arbeitsgeräte oder Personen können Salmonellen in den Betrieb einschleppen oder innerhalb des Betriebs verbreiten. Deshalb bleiben eine konsequente Schadnagerbekämpfung, gute Stallhygiene und strikte Biosicherheitsmaßnahmen unverzichtbar.

Hinzu kommt: Salmonellen sind nicht nur ein Thema der Tiergesundheit, sondern auch eine gesetzliche und vermarktungsrelevante Verpflichtung.

Für gewerbliche Geflügelbetriebe mit 250 oder mehr Tieren ist ein regelmäßiges Monitoring auf Salmonellen vorgeschrieben. Zudem müssen diese Betriebe seit 1. Januar 2026 über einen Biosicherheitsplan verfügen.

Marloes ten Oever
Bild: Ellen Meinen
Quelle: Ceva

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.

Ceva Tiergesundheit

Wir bei Ceva sind überzeugt, dass Prävention und wirksame Krankheitskontrolle der Schlüssel zum Schutz der globalen Gesundheit sind. Wir sind bestrebt, sichere, wirksame und innovative Impfstoffe für alle Beteiligten der Geflügelproduktionskette zu entwickeln.

Mit drei neuen Impfstoffzulassungen in den letzten zwei Jahren bringen wir Innovationen auch in die Praxis. Unsere multidisziplinären Teams bieten Geflügelproduzenten, Tierärzten und Brütereifachleuten umfassenden Service und Support, um sicherzustellen, dass jede Lösung Ihren Anforderungen entspricht.

Kontakt

Ceva Tiergesundheit GmbH
Kanzlerstr. 4
D-40472 Düsseldorf

E-Mail: cevadeutschland@ceva.com

Noortje Adam
Key Account Manager DACH
+491604461386 E-Mail senden
Franziska Kloska DACH
Veterinary Services Manager
+49175 1015138 E-Mail senden
Alexander Krzenyk
Vaccination Services & Equipment Manager BeneDach
+49171 1888781 E-Mail senden
Rogier van Leeuwen
Business Unit Manager Poultry BeneDach
+31646976632 E-Mail senden