Osterzeit ist Eierzeit. In dieser Zeit gibt es viele Verbraucherhinweise zur sachgemäßen Verwendung von rohen Eiern in der Küche. In Niedersachsen untersucht das LAVES regelmäßig Eier auf Salmonellen. Die gute Nachricht: 2025 gab es noch keine positive Probe, 2024 war lediglich eine Verdachtsprobe positiv.
249 Stück – so viele Eier wurden in Deutschland im vergangenen Jahr nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung durchschnittlich pro Kopf verzehrt. Gut die Hälfte davon wird von privaten Haushalten direkt als frische Eier gekauft.
Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht regelmäßig Eier auf das Vorkommen von Salmonellen. Es handelt sich dabei um Eier aus niedersächsischer Produktion und niedersächsischen Eierpackstellen.
Untersuchungsergebnisse des LAVES
Im Jahr 2025 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut am Standort Hannover des LAVES im ersten Quartal 28 Hühnereierproben auf Salmonellen untersucht. Eine Probe besteht in der Regel aus jeweils zehn Eiern. Die Eier einer Probe werden gemeinsam untersucht, jeweils getrennt nach Eierschale und Eidotter. Auf die Untersuchung des Eiklars wird verzichtet, da es wirksame Substanzen enthält, die unter anderem auf Salmonellen antimikrobiell wirken.
Alle 28 Proben in 2025 waren Planproben. Mikrobiologische Planproben werden im Rahmen der Lebensmittelüberwachung zum Beispiel bei Herstellern oder im Einzelhandel entnommen und dienen der Überprüfung der Einhaltung von Vorschriften. Bei Verdachtsproben handelt es sich um Proben, die gezogen werden, wenn die konkrete Vermutung eines Verstoßes gegen das Lebensmittelrecht besteht.
Die gute Nachricht: In den bisher 28 Proben von 2025 wurden in keiner Salmonellen nachgewiesen. Im Jahr 2024 wurden 169 Hühnereierproben untersucht. Davon waren 168 Planproben und eine war eine Verdachtsprobe. Auch hier erfreulich: Nur in der Verdachtsprobe wurden Salmonellen auf der Eierschale nachgewiesen. 2023 gab es keinen Salmonellennachweis in insgesamt 179 Hühnereiproben.
Keine Nachweise bei Mobilstall-Eiern
Im Jahr 2022 wurden 167 Hühnereiproben untersucht. 94 Proben stammten von Hühnereiern aus mobiler Freilandhaltung. Dieser Schwerpunkt wurde gewählt, weil die Anzahl mobiler Hühnerställe und das Angebot von Hühnereiern aus der Haltung mit kleineren Tierbeständen stark gestiegen war. Die Gesamttierzahl dieser Haltungsform beträgt häufig weniger als 1.000 Tiere. Für diese Betriebe gibt es keine Untersuchungspflicht auf Salmonellen mittels sogenannter Sockentupfer und Staubproben.
Es besteht jedoch durch die Freilandhaltung eine erhöhte Salmonellengefahr durch den möglichen Kontakt zu Ausscheidungen von Wildtieren, im Speziellen von Wildvögeln. Jedoch auch hier gab es ein erfreuliches Ergebnis: In keiner Probe wurden Salmonellen nachgewiesen.
Salmonellosen stark rückläufig
Jedes Jahr erkranken nach Angaben des Robert Koch-Instituts tausende Menschen an Salmonellose. Allerdings ist ein starker Rückgang der Krankheitszahlen zu verzeichnen: Waren es 2007 noch 55.400 Fälle, lag die Zahl 2019 bei etwa einem Viertel (13.696 Erkrankte) und 2020 bei einem Sechstel (8.743 Erkrankte). 2022 gab es mit 9.141 Erkrankten wieder einen leichten Anstieg.
Erfreulicherweise ist der Nachweis von Salmonellen bei Eiern selten geworden, schreibt das LAVES. Zurückzuführen sei dies auf die bundesweite Einführung einer Impfung gegen Salmonellen unter anderem bei Legehennen. Ein weiterer Grund sei die Untersuchungspflicht auf Erzeugerebene.
Hygienehinweise für Verbraucher
Wenn Salmonellen bei Eiern gefunden werden, ist der Nachweis auf der Schale häufiger als im Eiinhalt. Zwar werden die Eierschalen nicht mitgegessen, der Eiinhalt kommt aber beim Aufschlagprozess mit der Außenseite der Schale in Kontakt. Auf der Schale vorhandene Salmonellen können so den Eiinhalt kontaminieren. Wenn dieser roh verzehrt wird - zum Beispiel bei mit Rohei hergestellter Mayonnaise, Tiramisu oder anderen Desserts – besteht ein Infektionsrisiko.




































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.