Fotoserie: Extra viele Auslauföffnungen im neuen Bio-Aufzuchtstall

23 Juli 2025
Eiersortiermaschinen und Transportbänder
Zwei Menschen

Die Familie van der Zande hat in Groningen einen modernen Bio-Aufzuchtstall mit innovativen Technologien gebaut, der sowohl den neuesten Bio-Vorschriften entspricht als auch den Arbeitsaufwand verringert und das Wohlbefinden der Tiere fördert.

Die Familie van der Zande im niederländischen Woltersum (Provinz Groningen) hat einen neuen Bio-Aufzuchtstall für 31.000 Hühner gebaut, der auch für die Aufzucht von konventionellen Legehennen geeignet ist. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Auslauföffnungen in den Seitenwänden des Stalls, die den neuesten Anforderungen der Bio-Verordnung entsprechen. Laut Dik van der Zande sind diese Öffnungen notwendig, um die Mindestanforderungen an die Auslaufgröße zu erfüllen. Er hält die Verordnung jedoch für wenig sinnvoll, da sie nicht direkt zum Tierschutz beiträgt.

Innovative Auslaufklappen für bessere Stallisolierung und Tierkomfort

Der Stall wurde mit speziellen Auslassklappen ausgestattet, die dank Zahnstangenmechanismus und Edelstahlrahmen eine bessere Abdichtung als herkömmliche Auslassschieber bieten sollen. Diese Technik soll den Stall auch bei Temperaturunterschieden gut isolieren und eine effiziente Beheizung ermöglichen. Die Familie ist der erste Kunde, bei dem diese neuen Auslassventile von Van Pijkeren installiert wurden und erwartet, dass sie sich positiv auf die Stallhaltung auswirken.

Der Aufzuchtstall verfügt über drei Etagen, obwohl in der ökologischen Aufzucht laut Verordnung nur zwei Etagen als Lebensraum zählen dürfen. Van der Zande hält diese Vorschrift für übertrieben, da Hühner in der Natur hoch in Bäumen sitzen und daher mehr Platz im Stall angeboten werden soll. Für die Hühner wurden zudem spezielle Aufzuchtsysteme von VDL-Jansen installiert, die stärker automatisiert sind und so eine höhere Arbeitseffizienz bieten. Der Stall verfügt über zwei Tierwaagen zur Überwachung des Hennenwachstums.

Auslassventile am neuen Stall der Familie van der Zande
Lüftungsöffnungen in den Seitenwänden
Die Familie hat sich für ein Aufzuchtsystem von VDL-Jansen entschieden.
Im Stall gibt es fünf Reihen des Aufzuchtvolierensystems.
Die Zugangsrohre zum System ermöglichen es den Hennen, das Volierensystem leicht zu betreten.
Van der Zande fängt die Eintagsküken in der Volierenanlage ein. Mit einer Handwinde oder einer (Akku-)Bohrmaschine kann er das Drahtgeflecht aufziehen, so dass die Vögel das System nach einigen Wochen verlassen können.
Dieses Metallrohr über dem Futtertrog soll verhindern, dass die Küken in den Futtertrog krabbeln und sich so an der Futterkette festhalten.
Unter dem Volierensystem befinden sich Einstreuschieber.
In seinem neuen Stall arbeitet der Züchter mit einer Kotbandbelüftung über einen Wärmetauscher. Auch in seinen bestehenden Ställen arbeitet er damit zufriedenstellend.
Van der Zande entschied sich für einen Wärmetauscher aus Plettenburg, nachdem er mehrere Angebote von Wärmetauschern eingeholt hatte.
"Ich arbeite in unserem Bestand zu meiner vollen Zufriedenheit mit einem Wärmetauscher aus Plettenburg. Das war der ausschlaggebende Faktor für diese Wahl", begründet er.
Bevor die Stallluft in den Wärmetauscher gelangt, wird sie zunächst durch dieses Staubfiltersystem gefiltert.
Mittels Hochdruckluft aus einem Kompressor wird der Staub dreimal täglich vom Filter geblasen.
Der Geflügelzüchter entschied sich für diese Lufteinlassventile von Scan-Air.
In den äußeren Gängen hängen Stützlüfter für eine bessere Luftverteilung während der Heizung.
Der Bauherr entschied sich für eine Unterdruckbelüftung.
Die vier großen Ventilatoren in der Rückwand werden vom Aufzuchtstall nur an warmen Tagen im Frühjahr, Sommer und Herbst genutzt.
Der Züchter entschied sich auf Anraten seines Installateurs für die Corax LED-Beleuchtung von Hato Agricultural Lighting.
Van der Zande kann die Trinknippelleitungen in dem 60 Meter langen Stall automatisch spülen.

Effiziente Technik: Automatisierte Systeme für optimierte Aufzucht

Zur Vermeidung von Arbeitsaufwand wurde im neuen Stall auf Einstreuschieber gesetzt, die eine effiziente Entsorgung der Einstreu ermöglichen. Ein weiteres innovatives System ist die Kotbandbelüftung, die den Stall mit einem Wärmetauscher effizient lüftet und so eine gute Stallklimaqualität sicherstellt. Van der Zande betont, dass das Staubfiltersystem die Reinigung des Wärmetauschers erleichtert.

Der Stall ist mit speziellen Lufteinlassventilen ausgestattet, die eine gleichmäßige Frischluftverteilung im Stall ermöglichen, wodurch die Hühner gleichmäßiger im Raum verteilt werden. Im Stall wird eine Unterdruckbelüftung eingesetzt, die laut van der Zande für eine bessere Luftzirkulation sorgt. An heißen Tagen kommen zusätzlich große Ventilatoren in der Rückwand zum Einsatz, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten.

Für die Beleuchtung hat sich die Familie für die Corax LED-Beleuchtung entschieden, die aufgrund der positiven Erfahrungen von Züchtern und Legehennenhaltern ausgewählt wurde. Die Beleuchtung sorgt für eine effiziente Lichtverteilung, was besonders im Sommer von Vorteil ist, wenn der Stall aufgrund der großen Fenster frühzeitig abgedunkelt werden muss.

Die Trinknippelleitungen im neuen Stall können automatisch gespült werden, um die Wasserqualität zu gewährleisten. Für die Gülleentsorgung hat sich die Familie für ein grubenloses Gülleband entschieden, das in den letzten Jahren zu einer wertvollen Einnahmequelle durch organischen Dünger geworden ist. Diese Lösung reduziert die Notwendigkeit, Gülle zu entsorgen, was eine erhebliche Erleichterung darstellt.

Nachhaltige Energieversorgung: Wind- und Solarenergie für den Betrieb

Der neue Stall wurde mit besonderen Fertigteilwänden ausgestattet, die von der Gemeinde Woltersum vorgegeben wurden und mit einem Steinmotiv versehen sind. Die Deckenfenster sorgen für eine bessere Tageslichtverteilung im Stall und verbessern so das Wohlbefinden der Tiere.

Als Heizquelle für den Stall hat sich die Familie für Propangas entschieden, was aus Kostengründen eine günstige Lösung darstellt. Ergänzt wird die Energieversorgung durch Wind- und Solarenergie. Zwei neue Windräder mit einer Kapazität von jeweils 45 kWh wurden installiert, und die Familie hat ihre Solaranlage weiter ausgebaut. Diese Kombination aus erneuerbaren Energien ermöglicht es, den Betrieb nahezu energieautark zu betreiben, da die Wind- und Solarenergie die Stromversorgung des Betriebs weitgehend decken.

Laut den Planungen der Familie wird der erste Durchgang im neuen Aufzuchtstall voraussichtlich am 31. Juli beginnen. Insgesamt bietet der Stall nicht nur eine gute Lösung zur Einhaltung der neuen Bio-Vorschriften, sondern auch eine Vielzahl von innovativen Techniken, die den Arbeitsaufwand verringern und das Wohlbefinden der Tiere fördern sollen.

Geflügelnews
Bild: Eline Mekelenkamp
Quelle: Tom Schotman

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