Die Preise für Masthähnchen in Belgien steigen erneut. Ursache ist ein akuter Mangel an schlachtreifen Tieren. Produzenten und Schlachthöfe einigten sich auf einen Kompromiss.
Die flämischen Deinze- und ABC-Broiler-Notierungen steigen aufgrund eines akuten Mangels an schlachtreifen Broilern in Belgien um 2 bzw. 1 Cent. Darüber hinaus erhöht sich auch die freie Broiler-Notierung in Barneveld um 2 Cent.
Laut dem flämischen Interessenverband Landsbond Pluimvee markiert das Ende der Ferien erneut den Startschuss für einen dynamischeren Markt für Masthähnchen. Trotz kleinerer positiver und negativer Schwankungen verzeichnete die Preiskommission Deinze seit Mitte März ein nahezu konstantes Preisniveau von durchschnittlich 1,35 Euro pro Kilo. Ende Juli sank die Deinze-Notierung von 1,36 auf 1,34 Euro, doch nun kommen wieder 2 Cent hinzu. Laut Landsbond Pluimvee herrscht in Belgien ein akuter Mangel an schlachtreifen Masthühnern.
Verhandlungen zwischen Produzenten und Schlachthöfen
Der Landesverband für Geflügel beschreibt die Preisverhandlungen als ein Spiel der Kräfte: „Ein Ansturm auf Masthähnchen und ein zu knappes Angebot – die Produzenten hatten den Trumpf in der Hand und legten ihn sofort auf den Tisch: kein Vorschlag, sondern eine ‚+3‘-Notierung. Die Schlachthöfe waren sofort mit einer Erhöhung einverstanden, da die Situation ziemlich klar war, auch wenn eine ‚+3‘-Notierung für sie zu weit ging.“
Ein Ausschussmitglied der Schlachthöfe betonte: „Eine Notierung höher als ‚+1‘ wäre ein Vorschuss auf die kommenden Wochen, während der Preis für diese Woche festgelegt werden muss.“
Kompromiss bei +2 Cent
Die Produzenten argumentierten, dass selbst kleine Marktbewegungen in der Vergangenheit zu deutlichen Korrekturen geführt hätten. Angesichts des akuten Mangels an Masthähnchen sei eine „+3“-Notierung jedoch überzogen. Zudem verwiesen sie auf die kommenden Wochen, in denen die Nachfrage nicht vollständig gedeckt werden könne.
Die Schlachthöfe lehnten eine solche Prognose jedoch ab und bezeichneten sie als Panikmache. Schließlich einigte man sich auf einen Kompromiss: eine Preiserhöhung um 2 Cent, bei der beide Seiten Zugeständnisse machten.
Ausblick: Knappheit bleibt bestehen
Obwohl die weitere Marktentwicklung schwer vorherzusagen ist, rechnet der Landesverband für Geflügel in den kommenden Wochen mit einem anhaltenden Mangel an schlachtreifen Masthühnern – und damit mit weiteren Preissteigerungen.

































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