Belgien: Masthähnchenpreise stabil – Polen und Vogelgrippe beeinflussen Markt

05 Juli 2025
Markt Geflügelfleisch
Hähnchen in der Schlachterei

Trotz günstiger polnischer Geflügelpreise und Vogelgrippe bleibt der Markt für Masthähnchen in Belgien stabil. Ein Preistrend bis Jahresende.

Polnisches Geflügel drückt Preise – Aber die flämischen Notierungen bleiben stabil

Die Notierungen für Masthähnchen in Belgien bleiben stabil, trotz der Rückkehr polnischer Hähnchen auf den Markt zu niedrigen Preisen. Laut flämischen Schlachthöfen wird polnisches Geflügel oft zu günstigeren Preisen angeboten als die flämische Ware. Die aktuellen Notierungen in Belgien für Masthähnchen liegen bei 1,30 Euro pro Kilogramm ohne Mehrwertsteuer, und die Barneveld-Free-Masthähnchennotierung bleibt ebenfalls bei diesem Wert. Die flämische ABC-Masthähnchennotierung sinkt jedoch um einen Cent auf 1,35 Euro pro Kilogramm.

Flämische Masthähnchenschlachtereien weisen darauf hin, dass viele polnische Hähnchen weit unter dem flämischen Preisniveau angeboten werden. Dies wird von der flämischen Interessenvertretung Landsbond Pluimvee als bemerkenswert angesehen, da die polnische Lebendgeflügelnotierung in letzter Zeit nur um 6 Cent gesenkt wurde. Der Verband stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung weiterhin so bestehen bleibt. Auch die jüngsten Ausbrüche der hoch pathogenen Aviären Influenza (HPAI) und die Newcastle Disease (NCD) in Polen spielen eine Rolle. 

In Bezug auf den Zuchtsektor gibt es Hinweise darauf, dass die Exporte von Bruteiern nach Polen halbiert wurden. Angesichts der Situation und der jüngsten Ausbrüche in Polen ist es unwahrscheinlich, dass das Land bald wieder in der Lage sein wird, massenhaft Geflügelfleisch auf den europäischen Markt zu bringen. Trotzdem wird von Seiten des Nationalen Geflügelverbands angemerkt, dass Polen nicht vollständig von diesem Markt abgewandt ist.

Rabobank-Analyse: Hohe Preise für Masthähnchen und Bruteier bis Jahresende

Laut der Rabobank werden sowohl die Preise für Masthähnchen als auch für Bruteier bis zum Jahresende hoch bleiben. Die Bank äußert in ihrem Quartalsbericht, dass die Aussichten für die Hähnchenmast positiv bleiben.

Die Nachfrage nach Geflügel bleibt stark, jedoch wird es schwierig sein, genug Hähnchen zu produzieren, da die Vogelgrippe in Mitteleuropa das Angebot weiter einschränkt. Zudem erhöhen hohe Futtermittelpreise aufgrund des knappen Angebots die Produktionskosten. Auch die Einfuhrbeschränkungen für brasilianisches Geflügelfleisch sorgen für zusätzliche Verknappung auf dem Markt, insbesondere für Hähnchenverarbeiter.

Zusammenfassend bleibt die Situation auf dem Markt für Masthähnchen und Bruteier auch in den kommenden Monaten angespannt, wobei die polnische Geflügelindustrie und die Vogelgrippe eine entscheidende Rolle bei der Preisentwicklung und Marktverfügbarkeit spielen. Laut der Rabobank wird dies zu einem weiterhin hohen Preisniveau für Geflügelprodukte führen.

Geflügelnews
Bild: Ellen Meinen
Quelle: Tom Schotman

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