Twan und Guus Jenniskens wollen der Putenhaltung treu bleiben.
Guus Jenniskens: Nachfolger mit Herz für die Putenbranche
Twan und Guus Jenniskens betreiben die größte Putenfarm der Niederlande in Ysselsteyn, Limburg. Alle acht Wochen stallen die Unternehmer 24.000 Puten an ihrem Aufzuchtort ein. Die Hühner und Hähne werden nach etwa sechs Wochen an zwei weitere Standorte umgesiedelt. "Wir arbeiten mit einem Alter pro Standort", sagt Twan Jenniskens.
In den letzten Jahrzehnten hat sich der niederländische Putensektor weitgehend auf das benachbarte Deutschland konzentriert. "Aber mit unseren Beter Leven Truthähnen haben wir es geschafft, mit vier Unternehmern einen Heimmarkt zu schaffen. Es handelt sich um einen geschützten Markt. Wir haben eine gute Beratung mit unseren Kunden und produzieren nach Nachfrage. Ich bin da positiv", sagt Jenniskens.
Der Putenzüchter sieht um sich herum, dass der Sektor, in dem er tätig ist, immer kleiner wird. "Das ist eine Schande. Es bietet aber auch Möglichkeiten für diejenigen, die bleiben. Putenfleisch wird weiterhin gegessen. Es ist ein gesundes Produkt. In den Niederlanden wird Truthahn vor allem als Weihnachtsprodukt angesehen.
Putenfleisch hat auch das Image, dass es zu trocken ist. Das stimmt nicht. Es kommt auf eine gute Vorbereitung an. Es ist schade, dass wir als kleiner Sektor unser Fleisch nicht ausreichend vermarkten können und zu wenig Einfluss haben", sagt Jenniskens. Der Putenzüchter verkauft einmal im Monat Putenfleisch unter dem Namen Peelturkey.
Jenniskens überlegte einmal, die Truthähne gegen Masthähnchen auszutauschen. Dieser Gedanke wurde zu Hause nicht mit Jubel aufgenommen, im Gegenteil. Firmennachfolger Guus hat sein Herz an die Putenbranche verloren. "Ich sehe keine Zukunft für mich in Masthähnchen. Das war auch meine erste Reaktion, als mein Vater einen Wechsel vorschlug. Mein Herz ist bei den Truthähnen. Ich sehe daher keine Umstellung auf Masthähnchen. Das wäre wirklich eine Notlösung", ist Guus Jenniskens überzeugt.

































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