Im Kampf gegen die Ausbreitung der hochansteckenden Geflügelpest haben das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und verschiedene Verbände einen gemeinsamen Leitfaden unterzeichnet. Er umfasst sechs Punkte, unter anderem die Bereiche Hygiene, Früherkennung und Monitoring.
Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landesregierung verpflichten sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Landwirtschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, die NRW-Geflügelwirtschaftsverband, die Landesvereinigung Ökologischer Landbau, die Landwirtschaftskammer , die Verbände der Rassegeflügelzuchtvereine sowie die Tierärztekammer zu einem Maßnahmenkatalog.
Früherkennung sehr wesentlich in der Bekämpfung
In den sechs Punkten geht es unter anderem um Hygienevorschriften und Kontaktregeln für Hausgeflügel und Wildvögel, das Beachten der Stallpflichten, schnelle Tests durch Tierärzte bei Verdachtsfällen und Einschränkungen bei Geflügelausstellungen und Geflügelmärkten.
„Im Kampf gegen die Geflügelpest handeln wir Hand in Hand mit der Landwirtschaft, der Geflügelwirtschaft und den Veterinärbehörden. Nach wie vor ist der beste Schutz gegen die Geflügelpest die konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen", sagte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) laut Mitteilung. Nur so könnten Geflügelhalter ihre Haus- und Nutztiergeflügelbestände effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Mit dem neu abgeschlossenen gemeinsamen Leitfaden unterstütze das Land die Selbstverpflichtung der Branche für zusätzliche, präventive Maßnahmen.
Seit Ende September wurde der Erreger der Vogelgrippe in mehreren Geflügelbetrieben in NRW nachgewiesen. Darunter waren größere Betriebe in den Kreisen Paderborn, Kleve am Niederrhein und im Rhein-Erft-Kreis. Auch bei mehreren Wildvögeln wurde die Krankheit entdeckt. Die Behörden haben Schutz- und Überwachungszonen angeordnet. In den betroffenen Regionen gilt eine Stallpflicht - auch für private Tierhalter.
Ansteckungsgefahr für den Menschen gering
In ihrer Pressemitteilung betonte das Land, dass eine Ansteckung des Menschen mit Geflügelinfluenza nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts zwar prinzipiell möglich, aber äußerst selten sei. Das Institut rate dennoch, Abstand zu Wildvögeln zu halten, Tiere nicht zu füttern und auf gute Handhygiene zu achten.
































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