Erstmals seit 2017 wurde das hochpathogene H7N9-Vogelgrippevirus in einem US-Geflügelbetrieb nachgewiesen. Behörden reagieren mit Maßnahmen.
Erster H7N9-Ausbruch in US-Geflügelbetrieb seit acht Jahren
Zum ersten Mal seit acht Jahren ist die hochpathogene Variante des H7N9-Vogelgrippevirus in einem kommerziellen Geflügelbestand in den USA bestätigt worden. Wie WATTPoultry.com berichtet, wurde der Erreger in einem Broiler-Zuchtbetrieb in Noxubee County, Mississippi, nachgewiesen.
Laut dem Mississippi Board of Animal Health (MBAH) umfasste der betroffene Bestand 47.653 Hühner. Die Tiere wurden am 12. März positiv auf hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) getestet. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) und der Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) bestätigten noch am selben Tag das Virus.
H7N9-Stamm nicht mit H5N1 verwandt
Nach Angaben der MBAH wurden in diesem Jahr bereits Fälle von niedrig pathogener H7N9-Vogelgrippe bei Wildvögeln festgestellt. Dies ist jedoch das erste Mal seit 2017, dass die hochpathogene Form in den USA auftritt. Die Behörde betonte, dass dieser H7N9-Stamm nicht mit dem eurasischen H5N1-Klon verwandt ist, der seit 2022 in Nordamerika verbreitet ist.
Um die Ausbreitung zu verhindern, wurde der betroffene Bestand am 13. März gekeult. Weitere Maßnahmen umfassten Quarantäne, Zoneneinteilung, Überwachung innerhalb und außerhalb der Sperrzonen sowie Verbringungskontrollen. Laut WOAH (Weltorganisation für Tiergesundheit) arbeitet die MBAH eng mit Bundesbehörden und der Geflügelindustrie zusammen, um die Überwachung der Bestände zu verstärken.
Bereits 2017 wurde H7N9-HPAI in zwei Broiler-Zuchtbetrieben in Tennessee festgestellt. Diese umfassten laut WOAH 55.000 bzw. 74.000 Tiere.
Zusätzlich zur aktuellen Infektion in Mississippi meldete WOAH in diesem Monat auch niedrig pathogene H7N9-Fälle in kommerziellen Masthähnchenbetrieben in Alabama, Tennessee, Kentucky und Georgia.
Weitere Vogelgrippefälle: Auch H5N1 in Iowa entdeckt
Parallel dazu wurde in einem Legehennenbetrieb in Buena Vista County, Iowa, ein weiterer HPAI-Fall bestätigt. Dieser Bestand mit 400.000 Tieren war mit der H5N1-Variante infiziert. Der Nachweis erfolgte am 17. März, wie APHIS berichtet.

































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