Vogelgrippe in den USA: Neuer H5N1-Stamm bei Milchkühen entdeckt

10 Februar 2025
Biosicherheit
MIlchkuh

Bei Milchkühe in den USA wurde ein neuer Genotyp des H5N1-Virus nachgewiesen, der vorher noch nie bei Kühen gefunden wurde.

Bei Milchkühen wurde ein Vogelgrippe-Stamm festgestellt, der vorher im Milchviehstall noch nie beobachtet wurde. Bei der Genomsequenzierung von Milch aus Nevada wurde erstmals das H5N1-Virus der Klade 2.3.4.4b, Genotyp D1.1, identifiziert. Das gab das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bekannt. 

D1.1 ist laut Experten der vorherrschende Genotyp auf den nordamerikanischen Flugrouten im vergangenen Herbst und Winter. Er wurde bei Wildvögeln, Säugetieren und Hausgeflügel nachgewiesen.

Politik von Donald Trump könnte Vogelgrippe-Lage verschärfen

Bei allen vorherigen 957 nachgewiesenen Infektionen mit der Vogelgrippe in Milchviehherden, habe es sich demnach um H5N1 der Klade 2.3.4.4b, Genotyp B3.13. gehandelt. Mindestens 70 Menschen infizierten sich bislang nachweislich mit der Vogelgrippe und sind daran erkrankt. 

Am meisten betroffen sind Landarbeiter, die in Geflügel- und Milchviehfarmen arbeiten. Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Das Donald Trump angekündigt hat, über neue Vogelgrippe-Ausbrüche nicht mehr berichten zu wollen, könnte die Lage laut der Experten verschärfen.

Der Präsident kämpft zudem mit den Folgen der Keulung von Millionen von Legehennen. Diese Maßnahme hat die Eierpreise auf ein Rekordhoch getrieben. Laut NBC News wurde auch diese neue Entwicklung nur zögerlich bekannt gegeben. Die staatlichen Behörden hätten nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme reagiert.

agrarheute / Martina Hungerkamp
Bild: AdobeStock_ Henk Vrieselaar

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