Vogelgrippe: Niederlande startet weiteres Impfprojekt

10 März 2025
Impfung
zwei Küken

Die Niederlande hat in den vergangenen eineinhalb Jahren zwei Feldversuche zur Impfung gegen die Vogelgrippe durchgeführt. Sie zeigten, dass durch eine doppelte Impfung die Virus-Übertragung wirksam eingedämmt werden kann. Jetzt ist ein weiteres Pilotprojekt gestartet. 

Das neue niederländische Pilotprojekt zur Impfung von Geflügel gegen die Vogelgrippe hat begonnen. Es soll laut Landwirtschaftsministerin Femke Wiersma (LVVN) praktische Erfahrungen zur Durchführung der Impfung, zur Umsetzung eines Überwachungsprogramms gemäß EU-Verordnung sowie zu möglichen Handelsauswirkungen liefern. 

Der Verkauf der Eier der Hennen im neuen Pilotprojekt erfolgt ausschließlich innerhalb der Niederlande. Der Handel mit Drittländern wird so nicht behindert. Ein zentrales Ziel ist es, Handelshemmnisse zu vermeiden, da viele Länder den Import von Eiern geimpfter Hühner bislang eingeschränkt haben. 

Impfung der Küken in der Brüterei

Ministerin Wiersma sieht in dem neuen Pilotprojekt einen wichtigen Schritt hin zu einem verantwortungsvollen und großflächigen Einsatz von Impfungen. Es soll bis Anfang 2027 laufen. Die Küken werden in der Brüterei geimpft und kommen nach der Aufzucht auf den teilnehmenden Legebetrieb. Gestartet wird mit einem Betrieb, ggf. soll es ausgeweitet werden.

Für eine Impfung im großen Stil braucht es ein schrittweises Vorgehen, so das niederländische Agrarministerium. Für eine direkte großflächige Einführung bedarf es eines Ausbaus der veterinärmedizinischen Infrastruktur und einer gut organisierten Vermarktung der Produkte. Wegen der Folgen für den Handel sind ggf. zusätzliche Handelsabkommen erforderlich. 

Andere Länder beobachten mit Interesse 

Andere Länder beobachten das neue Pilotprojekt in den Niederlanden mit Interesse. Die Niederlande setzen sich für eine breite internationale Akzeptanz der Impfung gegen die Vogelgrippe ein, damit seine Geflügelbetriebe besser vor künftigen Ausbrüchen geschützt sind.

Die beiden vorhergehenden Feldversuche waren vom Wageningen Bioveterinary Research (WBVR) durchgeführt worden. Sie hatten zum Ergebnis, dass eine doppelte Impfung die Vogelgrippe-Übertragung in Geflügelbetrieben wirksam eindämmen kann.

Die Forscher betonten, dass noch nicht abschließend beurteilt werden, ob eventuell auch eine einmalige Impfung ausreicht, um die langfristige Übertragung des Virus zu verhindern. Weitere Daten seien erforderlich, um dies zu klären.

aho, Geflügelnews

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