Vogelgrippe: Kleine Geflügelhaltung in Leipzig betroffen

03 März 2025
Krankheiten
Vogelgrippe Landkreis Leipzig

Im Landkreis Leipzig, Sachsen, ist in einer kleinen Geflügel-Gemischthaltung die Vogelgrippe festgestellt worden. Die 100 Tiere wurden tierschutzgerecht getötet. Auch bei einem toten Mäusebussard in der Region war das Virus nachgewiesen worden. Wildvögel gelten als potenzielle Überträger der Vogelgrippe

Auf dem jetzt von der Vogelgrippe betroffenen Hof im Landkreis Leipzig wurden etwa 100 Vögel gehalten, darunter Puten, Gänse Enten, Tauben und Graupapageien. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, wurde das vorhandene Geflügel tierschutzgerecht getötet und unschädlich beseitigt. 

Vor der Tötung der Tiere hatten sich Geflügelzüchter im Ort versammelt. Sie wollten erreichen, dass die Tauben und Graupapageien ausgenommen werden. Hier ist die Besonderheit, dass diese Tiere nicht bzw. nur sehr selten an der Geflügelpest erkranken. Weil sie jedoch die Viren übertragen können, konnte diesem Antrag nicht stattgegeben werden. 

Vor dem betroffenen Betrieb wurde eine Fahrzeugschleuse aufgebaut.

Risiko-Ampel der Uni Vechta nutzen

Der Landkreis Leipzig empfahl Tierhaltern im betroffenen Gebiet, ihr Geflügel unverzüglich aufzustallen bzw. abgedeckte, wildvogelsichere Volieren zu nutzen. So soll der Kontakt zu Wildvögeln und ihren Ausscheidungen so sicher wie möglich verhindert werden. Zudem wurde empfohlen, zur Überprüfung der Biosicherheit die "AI-Risikoampel‟ der Universität Vechta zu nutzen (risikoampel.uni-vechta.de).

Laut Friedrich-Loffler-Institut (FLI) wurden im Dezember 2024 in Deutschland acht Ausbrüche von Vogelgrippe bei Geflügel (einschließlich privat gehaltener Vögel), vier Ausbrüche in Zoos/Tierparks und insgesamt 28 Fälle bei Wildvögeln festgestellt.

FLI sieht weiter hohes Eintragsrisiko

Das Risiko des Eintrags, der Aus- und Weiterverbreitung von HPAI H5-Viren in Wasservogelpopulationen innerhalb Deutschlands wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Das Risiko von Einträgen in deutsche Geflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln wird ebenfalls als hoch eingestuft.

Die örtliche Feuerwehr Grethen verfügt über eine Dekontaminationseinheit.
Text:
Christa Diekmann-Lenartz

Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der intensiven Tierhaltungsregion Weser-Ems (und Studium der Agrarwissenschaften). Seit vielen Jahren berichtet sie darüber, was sich im Bereich Geflügel tut - mit Schwerpunkt Niedersachsen.

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Bild: Landkreis Leipzig

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