Lebensmittelhandel: Verbraucher schauen aufs Portemonnaie
12 August 2024
Deutschland
Die großen Discounter in Deutschland profitieren weiter davon, dass Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf genau auf ihr Portemonnaie schauen. Sie konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um knapp 7 Prozent steigern.
Deutschlands Verbraucher kaufen weiter sehr preisbewusst ein und das lässt die Kassen bei den Discountern klingeln. Nach einer Erhebung des Handelsforschungsinstituts EHI aus Köln konnten die Discounter 2023 ihren Umsatz um 6,9 Prozent auf 94,6 Mrd. Euro steigern, wobei die Anzahl der Geschäfte und Verbraucher eine wichtige Rolle spielt. Im Jahr davor war es sogar ein Plus von 8,1 Prozent gewesen, was einem Umsatz von mehreren Millionen Euro entspricht. Das berichtet „Lebensmittelpraxis“.
Umsatz für Nahrungsmittel in Milliarden Euro gestiegen
Die Ausgaben für Nahrungsmittel in Deutschland sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine Umfrage zeigt, dass ein Fünftel der Bürger bei ihrer Ernährung besonders auf spezifische Gesundheitsaspekte achten. Laut dem Statistischen Bundesamt beliefen sich die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren im Jahr 2022 auf über 290 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von etwa 14,8 Prozent an den privaten Konsumausgaben.
Die steigenden Ausgaben für Nahrungsmittel sind auf ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein und eine verstärkte Qualitätsorientierung der Verbraucher zurückzuführen. Verbraucher sind in der Tendenz nach wie vor bereit, mehr für hochwertige und gesunde Lebensmittel auszugeben, was sich in den Umsatzzahlen und dem Umsatzwachstum widerspiegelt.
Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel
Der deutsche Lebensmittelhandels- und Lebensmitteleinzelhandel ist ein bedeutender Wirtschaftszweig und spielt eine zentrale Rolle im Alltag der Menschen. Im Jahr 2022 erzielte der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland einen beeindruckenden Umsatz von rund 287,3 Milliarden Euro, wobei 243,7 Milliarden Euro auf Lebensmittel entfielen. Diese Zahlen verdeutlichen die enorme Bedeutung der Branche für die deutsche Wirtschaft.
Hervorzuheben ist beim deutschen Lebensmitteleinzelhandel die hohe Konzentration. Die Top-5-Unternehmen, zu denen Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe und Aldi gehören, dominieren den Markt mit einem kumulierten Marktanteil von etwa 75 Prozent.
Eben jene Konzentration ermöglicht es den großen Einzelhandelsunternehmen, durch Skaleneffekte wettbewerbsfähige Preise anzubieten und gleichzeitig eine breite Produktpalette bereitzustellen. Discounter wie Aldi und Lidl, die zur Schwarz-Gruppe gehören, spielen dabei eine besonders herausragende Rolle und tragen dabei erheblich mit ihrem Marktanteil zum hohen Umsatzvolumen bei.
Trends im Lebensmittelhandel
Dennoch steht der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, wie wir ihn kennen, aktuell vor großen Herausforderungen und Chancen. Ein bedeutender Trend ist dabei die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Statistische Erhebungen ergeben, dass immer mehr Verbraucher darauf achten, dass die Lebensmittel, die sie kaufen, umweltfreundlich produziert und transportiert werden. Dieser Trend wird durch die steigende Nachfrage nach Bio- und Fairtrade-Produkten unterstrichen.
Zudem wird die Bedeutung der Digitalisierung immer wichtiger. Online-Shopping und sogenannte “Click-and-Collect-Angebote” erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei den Verbrauchern und Verbraucherinnen. Dies erfordert von vielen kleinen und namhaften Lebensmittelhändlern, ihre Logistik anzupassen, um den sich ändernden Kundenbedürfnissen auch in Zukunft gerecht zu werden.
Verbraucherpräferenzen und Preisbewusstsein
Schaut man sich den Lebensmitteleinzelhandel genauer an, so haben sich die Verbraucherpräferenzen in den letzten Jahren stark verändert. Insbesondere das veränderte Preisbewusstsein der Verbraucher wird hier deutlich. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen achten 75% der Verbraucher bei der Auswahl von Lebensmitteln auf den Preis. Dies zeigt, dass die Mehrheit immer öfter nach günstigen Angeboten sucht.
Doch neben dem Preis spielt auch die Qualität der Lebensmittel eine immer wichtigere Rolle. Bei Befragungen geben 60% der Verbraucher an, dass sie bei der Auswahl von Lebensmitteln nach wie vor auf Hochwertigkeit und Qualität achten. Dies unterstreicht, dass das Verbraucherverhalten nach wie vor zunehmend Wert auf gesunde und nachhaltige Produkte legt.
Interessanterweise variieren die Verbraucherpräferenzen auch je nach Altersgruppe. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK bevorzugen ältere Verbraucher traditionelle Lebensmittelhändler, während jüngere Verbraucher offener für Online-Shopping und Lieferungen von Lebensmitteln setzen. Diese Unterschiede zeigen, wie vielfältig die Anforderungen und Erwartungen der Verbraucher im Lebensmitteleinzelhandel sind und verdeutlicht den zunehmenden Wandel, der sich die Branche ausgesetzt sieht.
Verbraucher greifen zu Eigenmarken im Lebensmitteleinzelhandel
Laut Handelsforschungsinstitut EHI greifen Verbraucher verstärkt zu den Eigenmarken der Lebensmittelhändler im Lebensmittelhandel und weniger zu Markenprodukten. Verbraucher zeigten eine hohe Preissensibilität infolge wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Auf Platz 1 nach den Umsätzen liegt nach wie vor der Discounter Lidl. Lidl gehört zur Schwarz-Gruppe, zu der unter anderem auch Kaufland gehört. Den zweiten Platz belegte AldiSüd, den dritten der zu Edeka gehörige Netto Marken-Discount, dann folgen Aldi Nord Penny. Penny gehört zur Rewe Gruppe. Die genannten fünf Discounter machten 2023 mit 43,2 Prozent bald die Hälfte des Gesamtumsatzes im Lebensmitteleinzelhandel aus. Der Umsatzanteil dieser Discounter zeigt ihre dominierende Stellung im deutschen Einzelhandel.
Das Kölner EHI führt jährlich Strukturerhebungen des Lebensmitteleinzelhandels durch.
Einfluss der Inflation auf den Lebensmittelhandel
Was die Inflation betrifft, so hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr gezeigt, dass sie einen erheblichen Einfluss auf sämtliche Branchen hat. Der Lebensmittelhandel bleibt davon nicht verschont. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) geben immer mehr Verbraucher an, die Verteuerung der Lebensmittel der letzten Jahre deutlich im Portemonnaie zu spüren.
Ein möglicher Effekt davon könnte sein, dass die Verbraucher ihre Nachfrage nach bestimmten Produkten entsprechend anpassen können, wenn immer weniger Geld für Lebensmittel zur Verfügung steht.
Feststellbar ist, dass die Inflation daher auch die Verbraucherpräferenzen beeinflusst. Marktforschungsinstitute wie das Marktforschungsinstitut Nielsen stellen fest, dass viele bei hoher Inflation in der Tendenz zu günstigeren Lebensmitteln greifen. Dies könnte in Zukunft zu einer Zunahme des Absatzes von Discountern und Billigprodukten führen.
Auch die Strategien der Lebensmittelhändler müssen sich deshalb an die veränderten Bedingungen anpassen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen viele Händler deshalb auf die Vermarktung von günstigen Produkten und die Optimierung ihrer Logistikketten.
Ein weiterer Effekt ist, dass eine hohe Inflation zudem die Wettbewerbssituation im Lebensmittelhandel verändern kann. Laut dem DIW kann eine hohe Inflation zu einer Zunahme der Konzentration im Lebensmittelhandel führen, da kleinere Unternehmen Schwierigkeiten haben, die höheren Kosten zu tragen. Dies könnte die Marktstruktur weiter zugunsten der großen Einzelhandelsunternehmen verschieben.
Insgesamt zeigt sich, dass dieser Umstand einen großen Einfluss auf die Branche hat. Die Verbraucherpräferenzen und die Strategien vieler Lebensmittelhändler müssen sich an die veränderten Bedingungen anpassen.
Umsatz und Marktentwicklung
Betrachtet man den Umsatz im Lebensmittelhandel in Deutschland, so ist dieser in den letzten Jahren stabil geblieben. Laut dem Statistischen Bundesamt betrug der Umsatz im Jahr 2022 rund 252 Milliarden Euro. Der Marktanteil der Top-5-Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel, darunter Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe und Aldi, liegt bei etwa 75 Prozent. Die Lebensmittelpreise haben dabei eine wichtige Rolle gespielt, da sie die Kaufkraft der Verbraucher und die Umsatzentwicklung beeinflussen.
Die Branche ist jedoch von einer hohen Konzentration gekennzeichnet, was zu einem niedrigen Preisniveau für Lebensmittel in Deutschland führt. Die Lebensmittelhändler müssen sich daher auf die Bedürfnisse der Verbraucher einstellen und ihre Angebote anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland wird von Trends wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Konzentration geprägt sein. Die Unternehmen, die sich an diese Trends anpassen und ihre Angebote entsprechend anpassen, werden am erfolgreichsten sein. Die Marktstruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle, da sie die Wettbewerbsbedingungen und die strategischen Entscheidungen der Unternehmen beeinflusst.
Nachfrage nach Near-Food-Produkten im Lebensmittelhandel steigt
Im Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich ein wachsender Trend zur Nachfrage nach sogenannten „Near-Food-Produkten“. Hierbei handelt es sich um Artikel des täglichen Bedarfs, die oft neben Lebensmitteln angeboten werden, wie etwa Körperpflegeprodukte und Reinigungsmittel. In den letzten Jahren hat sich der Online-Absatz dieser Near-Food-Produkte stark erhöht – ein Trend, der durch die Corona-Pandemie zusätzlich befeuert wurde. Laut aktuellen Marktanalysen wächst das Umsatzpotenzial dieser Produktkategorie stetig. Händler, die eine breite Auswahl an Near-Food-Produkten in ihr Sortiment aufnehmen, können die steigende Nachfrage der Verbraucher nach praktischen und vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten bedienen und so ihre Marktposition stärken.
Ernährungstrends und regionale Lebensmittel
Auch die Ernährungstrends in Deutschland sind vielfältig und unterliegen einem ständigen Wandel. Ein besonders bemerkenswerter Trend ist die steigende Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln.
Laut einer aktuellen Umfrage achten nach wie vor viele Verbraucher auf die regionale Herkunft ihrer Lebensmittel, insbesondere bei Eiern sowie frischem Gemüse und Obst. Diese Präferenz für regionale Produkte spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz wider.
Der Online-Handel mit Lebensmitteln und Getränken gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Im Jahr 2022 erreichte der Online-Umsatz mit FMCG-Produkten (Fast Moving Consumer Goods) rund 11,3 Milliarden Euro, was die zunehmende Bedeutung dieses Vertriebskanals unterstreicht.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVLH) spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit in Deutschland. Es präsentiert regelmäßig Daten und Fakten zum Thema Lebensmittelhandel und arbeitet eng mit anderen Behörden und Organisationen zusammen.
Die Diagramme des BVLH zeigen unter anderem die monatliche Verbraucherpreisentwicklung für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sowie die monatliche Umsatzentwicklung im Einzelhandel mit Lebensmitteln. Diese Informationen sind für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen wichtig, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Digitalisierung und Direktvermarktung im Lebensmitteleinzelhandel
Die Digitalisierung und Direktvermarktung spielen eine immer wichtigere Rolle im Lebensmittelhandel. Neben Lebensmitteln bieten viele Online-Händler auch near food produkten wie Körperpflegemittel und Reinigungsmittel an. Der Online-Umsatz mit Lebensmitteln und Getränken ist in den letzten Jahren stark gestiegen und belief sich im Jahr 2022 auf über 11,3 Milliarden Euro. Die Corona-Krise hat diesem Trend einen weiteren Auftrieb verliehen, da viele Verbraucher während der Pandemie vermehrt online einkauften.
Die Direktvermarktung von Lebensmitteln, also der Verkauf von Lebensmitteln direkt vom Erzeuger an den Verbraucher, ist ebenfalls ein wichtiger Trend. Die landwirtschaftliche Direktvermarktung erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von über 2,4 Milliarden Euro. Diese Entwicklungen zeigen, wie sich der Lebensmitteleinzelhandel an die veränderten Bedürfnisse der Verbraucher anpasst, neue Vertriebskanäle erschließt und wie lebensmittelpreise durch diese Veränderungen beeinflusst werden.
Bedeutung der Direktvermarktung für Verbraucher und Händler
Die Direktvermarktung von Lebensmitteln gewinnt zunehmend an Bedeutung für Verbraucher und den Lebensmittelhandel in Deutschland. Durch die Direktvermarktung können Verbraucher regionale und frische Lebensmittel direkt vom Erzeuger beziehen, was zu einer höheren Qualität und Frische der Produkte führt.
Gleichzeitig können Händler durch die Direktvermarktung ihre Umsätze steigern und ihre Kundenbindung stärken. Ein weiterer Vorteil ist, dass die lebensmittelpreise oft günstiger sind, da Zwischenhändler wegfallen.
Im Jahr 2022 erzielte die Direktvermarktung von Lebensmitteln einen Umsatz von beeindruckenden 2,43 Milliarden Euro. Diese Zahl verdeutlicht, wie wichtig dieser Vertriebsweg für den Lebensmitteleinzelhandel geworden ist. Die Anzahl der Verbraucher, die direkt vom Erzeuger einkaufen, steigt kontinuierlich an, was zeigt, dass immer mehr Menschen Wert auf die Herkunft und Frische ihrer Lebensmittel legen.
Ein Beispiel für ein Unternehmen, das erfolgreich auf die Direktvermarktung setzt, ist die Schwarz-Gruppe. Als führendes Einzelhandelsunternehmen in Deutschland nutzt die Schwarz-Gruppe diesen Vertriebsweg, um ihre Kunden besser zu bedienen und ihre Marktposition zu stärken. Die Konzentration auf die Direktvermarktung ist ein wichtiger Teil der Strategie vieler Lebensmittelhändler, um ihre Kunden zu binden und ihre Umsätze zu steigern.
Die Direktvermarktung bietet nicht nur Vorteile für die Verbraucher, sondern auch für die Händler. Durch den direkten Verkauf können sie eine engere Beziehung zu ihren Kunden aufbauen und deren Bedürfnisse besser verstehen. Dies führt zu einer stärkeren Kundenbindung und kann langfristig den Umsatz steigern.
Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel
Die Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel ist ein zentrales Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung nachhaltiger Konsumgewohnheiten, der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks und der Beeinflussung der lebensmittelpreise.
Ein wesentlicher Aspekt der Nachhaltigkeit im LEH ist die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden in Deutschland jährlich etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.
Der LEH kann durch Maßnahmen wie die Verwendung von „Ugly-Food“-Konzepten oder die Spende von überschüssigen Lebensmitteln an soziale Einrichtungen dazu beitragen, diese Zahl zu senken.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung nachhaltiger Produkte. Der LEH kann durch die Platzierung solcher Produkte in den Vordergrund und die Bereitstellung von Informationen über deren Umweltauswirkungen dazu beitragen, dass Verbraucher bewusstere Kaufentscheidungen treffen.
Die Schwarz-Gruppe, ein führendes Unternehmen im LEH, hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, bis 2025 100% der eigenen Markenprodukte auf nachhaltige Rohstoffe umzustellen. Auch andere Unternehmen wie die Edeka-Gruppe und die Rewe Group verfolgen ähnliche Ziele.
Die Nachhaltigkeit im LEH ist ein komplexes Thema, das die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. Der LEH muss eng mit Lieferanten, Herstellern und Verbrauchern zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Branche ist sich der Bedeutung der Nachhaltigkeit bewusst und arbeitet daran, die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Durch die Förderung nachhaltiger Produkte, die Reduzierung von Lebensmittelabfällen und die Implementierung nachhaltiger Logistik- und Vertriebskonzepte kann der LEH einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Der Umsatz des LEH in Deutschland betrug 2022 etwa 252 Milliarden Euro. Die Anzahl der Unternehmen im LEH, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, ist in den letzten Jahren gestiegen. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen setzen sich etwa 75% der Unternehmen im LEH für Nachhaltigkeit ein.
Das Thema Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Strategie vieler Unternehmen im LEH. Die Unternehmen müssen eng mit den Verbrauchern zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Verbraucher spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit im LEH, indem sie nachhaltige Produkte kaufen und die Unternehmen dazu anregen, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Die Konzentration im LEH ist ein wichtiger Faktor bei der Förderung von Nachhaltigkeit. Die großen Unternehmen im LEH haben die Möglichkeit, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, und können so die Umweltauswirkungen reduzieren. Die Konzentration im LEH kann jedoch auch zu einer Reduzierung der Vielfalt von Produkten führen, was negative Auswirkungen auf die Umwelt haben kann.
Insgesamt ist die Nachhaltigkeit im LEH ein wichtiges Thema, das die gesamte Branche umfasst. Der LEH muss eng mit Lieferanten, Herstellern und Verbrauchern zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Förderung nachhaltiger Produkte, die Reduzierung von Lebensmittelabfällen und die Implementierung nachhaltiger Logistik- und Vertriebskonzepte sind wesentliche Aspekte der Nachhaltigkeit im LEH.
SB-Warenhäuser als wichtige Säule im Lebensmitteleinzelhandel
SB-Warenhäuser sind für viele Verbraucher eine zentrale Anlaufstelle im Lebensmitteleinzelhandel, da sie eine große Auswahl an Produkten des täglichen Bedarfs unter einem Dach bieten. Diese großflächigen Selbstbedienungsmärkte umfassen nicht nur ein breites Sortiment an Lebensmitteln, sondern oft auch eine Vielzahl an Near-Food-Produkten, was ihnen eine besondere Stellung im Handel verschafft. Die Bedeutung der SB-Warenhäuser zeigt sich besonders in ländlichen Regionen, wo sie häufig die wichtigsten Versorgungsstandorte sind. Durch ihre umfassenden Angebote und wettbewerbsfähigen Preise tragen SB-Warenhäuser erheblich zur Stabilität und Attraktivität des deutschen Lebensmittelmarktes bei und erfüllen damit die vielfältigen Bedürfnisse einer preis- und qualitätsbewussten Kundschaft.
Fazit
Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der von großen Einzelhandelsketten wie Edeka, Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe dominiert wird. Neben den großen Einzelhandelsketten spielen auch SB-Warenhäuser eine wichtige Rolle im Lebensmitteleinzelhandel.
Die Branche ist von einem hohen Grad der Konzentration gekennzeichnet, was zu einem niedrigen Preisniveau für Lebensmittel in Deutschland führt. Die Ausgaben für Nahrungsmittel sind in den letzten Jahren gestiegen, und die Digitalisierung und Direktvermarktung spielen eine immer wichtigere Rolle.
Der Lebensmitteleinzelhandel muss sich an die veränderten Bedürfnisse der Verbraucher anpassen und nachhaltige Produkte anbieten, um erfolgreich zu bleiben. Die Unternehmen in dieser Branche stehen vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu finden, um den wachsenden Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. Lebensmittelpreise sind dabei ein entscheidender Faktor, der die Kaufentscheidungen der Verbraucher maßgeblich beeinflusst.
Geflügelnews
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