Rabobank-Bericht: Eiermarkt wächst weltweit um 22 Prozent bis 2035

02 Oktober 2025
Eiermarkt
Welt Eiermarkt

Bis 2035 soll der weltweite Eiermarkt um 22 Prozent wachsen. Treiber sind vor allem Schwellenländer mit steigender Kaufkraft. Doch auch westliche Märkte verändern sich – Nachhaltigkeit, Tierwohl und Innovationen prägen die Zukunft der Branche.

Der weltweite Eiermarkt wird in den nächsten zehn Jahren deutlich wachsen: Bis 2035 soll er um rund 22 Prozent zulegen. Besonders in Schwellenländern werden steigende Einkommen, Urbanisierung und veränderte Ernährungsgewohnheiten für mehr Nachfrage sorgen. Mehr als 90 Prozent des erwarteten Wachstums entfallen laut einem aktuellen Bericht der Rabobank und der World Egg Organisation auf Asien, Afrika und Lateinamerika.

Regionale Unterschiede beim Eierkonsum

Der Bericht zeigt deutliche Unterschiede im Eierkonsum: Während in Teilen Afrikas pro Kopf weniger als 50 Eier jährlich verzehrt werden, liegt der Verbrauch in Mexiko und Japan bei über 300 Eiern pro Jahr. Der schnellste Anstieg zeichnet sich in Schwellenländern ab, in denen die Kaufkraft wächst.

„Eier behaupten ihre starke Marktstellung gegenüber anderen Proteinquellen“, sagt Nan-Dirk Mulder, Senior Analyst Animal Protein bei RaboResearch. Allerdings werde sich das jährliche Wachstum bis 2035 voraussichtlich auf rund 2 Prozent pro Jahr verlangsamen.

Vom Volumen zum Mehrwert

Die Branche verschiebt ihren Fokus zunehmend von reiner Mengenproduktion hin zu Wertschöpfung, analysiert Mulder. Vertikale Integration, höhere Effizienz und verbesserte Biosicherheit stehen dabei im Vordergrund. In westlichen Märkten nimmt der Trend zu käfigfreien Haltungssystemen zu, und auch in Schwellenländern wächst der Druck durch Regulierung und Verbrauchernachfrage.

Investitionen in Effizienz und Nachhaltigkeit

Um die steigende Nachfrage bedienen zu können, sind nach Einschätzung von Mulder erhebliche Investitionen notwendig – sowohl in neue Standorte als auch in den Übergang zu käfigfreien Systemen und in Premiumsegmente. Strategische Schwerpunkte lägen in den Bereichen Modernisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Präzisionslandwirtschaft sollen die betriebliche Effizienz und Biosicherheit weiter verbessern. Auch Innovationen in Genetik, Tierernährung, Tiergesundheit und digitalisierten Wertschöpfungsketten gewinnen an Bedeutung.

„Flexibilität, Innovation und Nachhaltigkeit werden entscheidend sein, um langfristig erfolgreich zu bleiben“, fasst Mulder zusammen.

Geflügelnews
Bild: Agrio
Quelle: Tom Schotman

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