Im Juni 2025 kaufte das damalige Familienunternehmen Heidemark, EU-Marktführer in der Putenverarbeitung, die DaBe-Geflügelschlachterei in Cloppenburg (Niedersachsen). So sollte weiteres Wachstum generiert werden. Im Februar diesen Jahres wurde Heidemark an Boparan Private Office, Großbritannien, verkauft. Noch ist unklar, wie es mit dem DaBe-Schlachthof weitergeht.
Als der Putenverarbeiter Heidemark, Ahlhorn, im Sommer vergangenen Jahres den Geflügelschlachthof DaBe im benachbarten Cloppenburg übernahm, standen die Weichen auf Wachstum. Heidemark kündigte damals an, mit hochwertigen Produkten aus nachhaltiger, heimischer Erzeugung weiterwachsen zu wollen. Dafür wollte man investieren und den Schlachthof DaBe millionenschwer ausbauen.
Im Februar Verkauf von Heidemark
Seit Februar diesen Jahres ist Heidemark bekanntlich Teil der europäischen Sparte der Storteboom Food Group. Storteboom wiederum ist im Besitz von Boparan Private Office (BPO), Birmingham, Großbritannien. BPO ist ein familiengeführter Mischkonzern im Bereich Lebensmittelproduktion mit einem Jahresumsatz von mehr als 5 Mrd. Euro. Die Gruppe beschäftigt 25.000 Mitarbeitende.
Nach der Übernahme von Heidemark hatte der zuständige Planungsausschluss der Stadt Cloppenburg das Planverfahren zunächst gestoppt. Am 29. Juni diesen Jahres soll nun in einer Ratssitzung abgestimmt werden, wie es weitergeht. Das berichtete die Münsterländische Tageszeitung.
Auch Verarbeitung soll entstehen
Demnach hat sich Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn dafür stark gemacht, dass das Bauleitplanverfahren für die Erweiterung des Schlachthofs fortgesetzt wird. Er sagte gegenüber den OM-Medien, dass die geplante Modernisierung des Schlachthofs und dessen Erweiterung um eine Verarbeitung der Stadt und der Region zugute komme.
Der Planungsausschuss der Stadt hat jedoch eine Ablehnung des Verfahrens empfohlen. Kritiker stellen den Standort in Frage, weil der Schlachthof an einen Wald grenzt und Einfamilienhäuser und Höfe sich in direkter Nähe befinden. Man fürchtet steigende Emissionen. Der Bürgermeister betonte hingegen, man wolle es Heidemark ermöglichen, den Schlachthof am bestehenden Standort zu sichern, damit dort zukunftsgerecht gearbeitet werden könne.
Schlachtkapazität wurde nur teilweise genutzt
Die genehmigte Schlachtkapazität ist an den Standort gebunden. Sie liegt laut Münsterländischer Tageszeitung bei 480 Tonnen pro Tag. Der Voreigentümer nutzte diese Kapazität nur teilweise.
Es bleibt abzuwarten, wie der Rat der Stadt Cloppenburg am 29. Juni entscheidet.

































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