„Heidemark bleibt Heidemark“: Andres Ruff sieht Verkauf als Stärkung und Wachstumsschub

20 Februar 2026
Agribusiness
andres ruff

Die Heidemark-Gruppe wird Teil der europäischen Sparte der Storteboom Food Group. Hinter Storteboom steht das britische Boparan Private Office mit Sitz in Birmingham. „Im Kern stärkt diese Akquisition die Heidemark-Gruppe deutlich“, sagt Geschäftsführer Andres Ruff. Der Einstieg der Storteboom Food Group eröffne neue Spielräume für Investitionen und Wachstum. 

Strategische Stärkung durch neuen Eigentümer

Für Ruff passt der Schritt zur Strategie beider Seiten. Deutschland sei bislang ein weißer Fleck im Portfolio von Boparan und Storteboom gewesen. Heidemark schließe diese Lücke. Zugleich ergänzten sich die Kompetenzen im Puten- und Hähnchenbereich. Das Unternehmen gewinne Zugang zu internationalem Know-how und erweitere sein Netzwerk in Europa.

Verkauf als Antwort auf Investitionsbedarf

Ruff nennt einen weiteren Grund für den Eigentümerwechsel: Heidemark steht vor großen Investitionen. Mit einem starken Eigentümer im Rücken lasse sich dieser Kurs konsequent umsetzen. Der Verkauf sichere die Finanzierung und stärke die Wettbewerbsfähigkeit.

Storteboom wiederum baut mit der Übernahme seine europäische Präsenz aus. Der deutsche Standort ergänzt Aktivitäten in den Niederlanden, Polen und der Republik Irland.

Mehr Chancen für Mitarbeitende

Für die Beschäftigten sieht Ruff klare Vorteile. Die Einbindung in eine größere Unternehmensgruppe eröffne zusätzliche Perspektiven. Gleichzeitig bleibe die Organisation vor Ort erhalten. Heidemark arbeite weiter als eigenständige deutsche Business Unit.

Kontinuität für landwirtschaftliche Partner

Auch die Vertragslandwirte sollen profitieren. Ruff betont, dass Ansprechpartner und Programme bestehen bleiben. Heidemark werde bewährte Konzepte fortführen und mit Impulsen aus der Gruppe weiterentwickeln. Die stärkere Einbindung in einen europäischen Verbund schaffe zusätzliche Stabilität.

„Wir bleiben ein Familienunternehmen“

Am Markt tritt Heidemark weiterhin unter eigenem Namen auf. „Heidemark bleibt Heidemark“, stellt Ruff klar. Das Unternehmen verstehe sich auch künftig als Familienunternehmen – nun eingebettet in einen internationalen Geflügelkonzern.

Für Ruff markiert der Schritt keinen Bruch, sondern einen Ausbau der eigenen Möglichkeiten: mehr Kapital, mehr Kompetenz, mehr Wachstum.

Geflügelnews
Bild: Heidemark
Quelle: Heidemark

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