Eine Meldung aus der Lebensmittelzeitung lässt aufhorchen: Deutschlands größter Putenvermarkter Heidemark soll vor dem Verkauf stehen. Das Familienunternehmen, das in zweiter Generation geführt wird, hatte seit Anfang des Jahres noch verschiedene Aktivitäten unternommen, in das momentan lukrative Hähnchengeschäft einzusteigen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1965 hat sich Heidemark zu einem führenden Vertreter der Geflügelbranche in Europa entwickelt. Am Hauptstandort im niedersächsischen Ahlhorn befindet sich der größte Putenverarbeitungsbetrieb Europas. Von hier aus werden nationale und internationale Kunden bedient.
Einstieg ins Hähnchengeschäft war geplant
Anfang diesen Jahres hatte Heidemark informiert, dass am Putenschlachthof Ahlhorn künftig auch Hähnchen geschlachtet werden könnten. Die Genehmigung hierfür war erteilt worden. Quasi zeitgleich wurde Andres Ruff als neuer Geschäftsführer eingeführt. Er bezeichnete laut Pressemitteilung „die Transformation von einer reinen Putenschlachterei hin zu einer modernen Geflügelschlachterei als ein zukunftsweisendes Projekt.“ Ruff bringt viel Erfahrung im Lebenmittelsektor mit. Er war unter anderem Co-Chef bei Deutschlands größtem Fleischkonzern Tönnies (2017-2020).
Im Sommer diesen Jahres erwarb das Familienunternehmen Heidemark zudem die Dabe-Geflügelschlachterei in Cloppenburg. Hiermit solle ein weiteres Wachstum sichergestellt werden, informierte Heidemark.
Es soll drei Kaufinteressenten geben
Jetzt berichtete die Lebensmittelzeitung, dass sich die Gesellschafter Christopher und Jan-Bernd Kalvelage, Söhne von Firmengründer Bernd Kalvelage, von ihren Anteilen trennen wollen. Nach dem Zeitungsbericht soll es drei Interessenten geben: Neben dem italienischen Geflügelvermarkter Veronesi und der Premium Food Group von Tönnies soll das der niederländischen Geflügelkonzern Plukon sein.
Die Plukon Food Group mit Ursprung Niederlande gehört zu den größten europäischen Anbietern von Geflügelprodukten und hat über 30 Niederlassungen in verschiedenen EU-Ländern. Pro Woche werden über 9 Mio. Hähnchen geschlachtet und verarbeitet.
In Deutschland hat die Plukon-Gruppe drei Schlachthöfe, zwei Verarbeitungsbetriebe und eine Brüterei. Hier sind 2.350 Mitarbeiter/-innen tätig. Plukon Deutschland arbeitet mit ca. 200 Hähnchenmastbetrieben zusammen.




































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.