Veli Mololuo, Ceo der Storteboom Food Group Euroe B.V.
Der Verkauf des größten deutschen Putenvermarkters ist entschieden: Die EU-Kommission genehmigt die Übernahme von Heidemark durch einen britischen Investor – ohne Auflagen. Für Standorte und Beschäftigte soll sich wenig ändern.
Die EU-Kommission hat den Weg für einen der größten Deals der deutschen Geflügelbranche frei gemacht. Der britische Investor Boparan Private Office übernimmt den niedersächsischen Putenvermarkter Heidemark GmbH vollständig. Auch die Altmärkische Putenmastgesellschaft mbH gehört zum Paket.
Die Wettbewerbshüter in Brüssel sehen keine Risiken für den Markt. Deshalb genehmigen sie die Übernahme ohne zusätzliche Auflagen. Die Kaufverträge hatten beide Seiten bereits Mitte Februar unterzeichnet.
Einordnung in einen größeren Konzern
Mit dem Abschluss des Deals wird Heidemark Teil der europäischen Aktivitäten der Storteboom Food Group. Das niederländische Unternehmen gehört vollständig zu Boparan.
Trotz der neuen Eigentümerstruktur soll Heidemark eigenständig bleiben. Der Investor integriert das Unternehmen in seine Wachstumsstrategie, ohne die bestehenden Strukturen aufzulösen.
Standorte und Jobs bleiben stabil
Nach Angaben des Managements ändert sich für Beschäftigte und Standorte zunächst nichts. Alle Werke bleiben erhalten, zusätzliche Investitionen sind bereits geplant. Auch die Belegschaft, das Führungsteam und der Markenname sollen bestehen bleiben.
Die bisherigen Eigentümer unterstützen den Verkauf. Sie verweisen auf die langfristigen Perspektiven, die der neue Investor eröffnet.
Strategie setzt auf Wachstum und Technik
Der Investor verfolgt mit der Übernahme klare Ziele. Ranjit Singh Boparan, Vorsitzender von Boparan Private Office, will Produktion und Prozesse weiterentwickeln. Im Fokus stehen Automatisierung, Innovation und höhere Effizienz. Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle: Der Konzern strebt langfristig klimaneutrale Produktion an.
Boparan gilt in Großbritannien als einflussreicher Unternehmer der Geflügelbranche. Medien bezeichnen ihn wegen seiner Marktmacht oft als „Hühnerkönig“.





































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