Geflügelpest-Verdacht in Feuchtwangen: 30.000 Puten gekeult

11 März 2025
Biosicherheit
Puten

In einem Geflügelbetrieb in Feuchtwangen (Mittelfranken) besteht der dringende Verdacht auf einen Ausbruch der Geflügelpest. Laut Landratsamt Ansbach müssen deshalb rund 15.000 Mastputen und ebenso viele Putenküken getötet werden. Zusätzlich werden Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet.

Erster positiver Laborbefund bestätigt Verdacht

Der Verdacht auf die Tierseuche wurde gemeldet, nachdem der Hoftierarzt am Samstag eine ungewöhnlich hohe Zahl toter Tiere festgestellt hatte. Das Veterinäramt leitete daraufhin sofort Untersuchungen ein. Ein erster positiver Laborbefund des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weist auf Geflügelpest hin. Eine endgültige Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut steht noch aus.

Sperrung des Betriebs und strenge Schutzmaßnahmen 

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde der betroffene Betrieb gesperrt. Zudem werden Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, in denen Geflügelbestände kontrolliert werden. Welche Gemeinden genau betroffen sind, soll in Kürze veröffentlicht werden.

Tötung der Tiere als notwendige Maßnahme

Nach Angaben des Landratsamts ist das Keulen der Puten unvermeidlich, da die Krankheit für diese Tiere fast immer tödlich verläuft. Ohne Maßnahmen würden sie qualvoll sterben. Ein ähnlicher Fall wurde zuletzt im Dezember 2024 in Lehrberg (Landkreis Ansbach) registriert.

Geflügelpest breitet sich in Bayern seit Oktober 2024 weiter aus

Laut LGL nehmen die Geflügelpest-Fälle in Bayern seit Oktober 2024 sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelbetrieben zu. Das Virus wird nicht über Lebensmittel übertragen. Infektionen bei Menschen sind extrem selten; in Europa wurden bislang keine Fälle bei Arbeitern in Geflügelbetrieben nachgewiesen, so das Gesundheitsministerium.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_ st.kolesnikov
Quelle: dpa

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