Die Anspannung steigt. Das Weihnachtsgeschäft steht unmittelbar bevor. Die Vorweihnachtszeit ist alle Jahre wieder eine echte Herausforderung für alle Marktteilnehmer. Doch in diesem Jahr wird es eine echte Herkulesaufgabe sein.
Vogelgrippe zwingt Lieferketten in die Knie
Die Auswirkungen der Aviären Influenza und der damit behördlich unabdingbar angeordneten Restriktionsmaßnahmen sorgen für massive Störungen in der gesamten Lieferkette. Bei einem Selbstversorgungsgrad von rund 70 % sind wir in Deutschland zur Versorgung der Konsumenten auf Importe angewiesen.
Und damit fangen die Schwierigkeiten in der Lieferkette an. Inzwischen wurden auch in unserem Nachbarland Niederlande vermehrt positive Befunde festgestellt. Viele Schutz- und Überwachungszonen in einem Land mit relativ wenig Fläche, einer hohen Geflügeldichte in bestimmten Regionen und hohem Exportanteil haben Folgen für deutsche Packstellen, die Eier aus den Niederlanden beziehen.
Niederlande melden mehr Fälle – Exporte geraten ins Stocken
Aus Restriktionsgebieten ist es untersagt, Eier auf direktem Weg zu exportieren. Entweder müssen diese Eier in den Niederlanden sortiert und verpackt bzw. verarbeitet werden oder zumindest einmal auf neues Leergut gesetzt werden. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld! Eine unvorhersehbare Situation zur Unzeit!
Und das in der Vorweihnachtszeit. Packstellen laufen in dieser Zeit sowieso auf Hochtouren. Darum ist es bei der Vielzahl der betroffenen Betriebe inzwischen kaum mehr möglich, hierfür freie Kapazitäten zu finden.
Somit werden Eier, die für den deutschen Konsummarkt geplant waren, zum Teil in den Niederlanden verbleiben. Jeder, der über Eier verfügt, benötigt alles Verfügbare zur bestmöglichen Versorgung der bestehenden Kunden. In der Folge bleibt oftmals nur die Möglichkeit, beim Kunden um Verständnis zu werben.
Eine Krise, die Grundsatzfragen aufwirft
Die Eierbranche wird mit Sicherheit alles unternehmen, um den Konsumenten mit ausreichend Eier zum Fest zu versorgen. Dennoch sollte diese Situation insgesamt zum Nachdenken anregen. Ist es richtig und von der Allgemeinheit gewollt, dass das Bauen von Geflügelställen zur Versorgung der eigenen Bevölkerung kaum mehr möglich erscheint und der Geflügelhalter keine angemessene Wertschätzung in der öffentlichen Wahrnehmung erfährt? Jeder Geflügelhalter leistet einen wichtigen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung der Konsumenten. Und das Super-Food-Produkt Ei ist beliebter denn je! Es bleibt auf jeden Fall spannend.




































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