Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise sind im November 2025 deutlich gefallen. Während viele Bereiche Verluste hinnehmen müssen, entwickelt sich Geflügel gegen den Trend. Auch Eier verteuern sich spürbar. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Erzeugerpreise insgesamt deutlich rückläufig
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im November 2025 um 5,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber Oktober 2025 sanken sie um 2,6 Prozent. Nach Monaten schwankender Entwicklungen markiert dies den stärksten Rückgang seit dem Sommer.
Vor allem pflanzliche Erzeugnisse drückten das Ergebnis. Ihre Preise lagen 11,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 2,3 Prozent – erstmals seit Mai 2024.
Tierische Erzeugung: Geflügel legt zu
Innerhalb der tierischen Erzeugung zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Preise für Tiere stiegen insgesamt um 3,3 Prozent. Rinder verteuerten sich kräftig um 28,7 Prozent, während Schlachtschweine ein Minus von 13,3 Prozent verzeichneten.
Geflügel behauptete sich klar am Markt. Die Erzeugerpreise lagen im November 2025 um 7,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark verteuerten sich Enten und Puten mit einem Plus von 15,2 Prozent. Die Preise für Hähnchen stiegen um 2,6 Prozent.
Eier deutlich teurer, Milch weiter unter Druck
Auch Eier entwickelten sich gegen den allgemeinen Trend. Binnen Jahresfrist zogen die Preise um 11,0 Prozent an. Damit gehört der Eiermarkt zu den wenigen Bereichen mit stabiler Nachfrage und steigenden Erlösen.
Anders die Milch: Ihr Erzeugerpreis lag 10,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber Oktober 2025 gab er nochmals um 6,5 Prozent nach.
Pflanzliche Erzeugnisse belasten Gesamtmarkt
Der starke Rückgang bei pflanzlichen Produkten prägt das Gesamtbild. Besonders deutlich fiel der Preisverfall bei Speisekartoffeln aus, die 45,6 Prozent günstiger waren als ein Jahr zuvor. Auch Gemüse, Obst und Getreide verbilligten sich spürbar.
Markt bleibt gespalten
Die aktuellen Zahlen zeigen einen zweigeteilten Markt. Während viele landwirtschaftliche Erzeugnisse an Wert verlieren, behaupten sich Geflügel und Eier als stabile Segmente. Für Geflügelhalterinnen und -halter bleibt das Umfeld damit vergleichsweise günstig – trotz insgesamt rückläufiger Agrarpreise.




































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