Mehr Tierwohl im Geflügelstall: Britische Studie testet neue Fangmethoden

15 Juli 2025
Stallmanagement
Blick in den Stall

Eine britische Studie untersucht zwei neue Fangmethoden, um das Tierwohl in der Geflügelhaltung zu steigern und praxisnahe Empfehlungen für die Branche abzuleiten.

Ein neues Forschungsprojekt der Universität Bristol und der SRUC (Scotland's Rural College) soll das Wohlbefinden von Nutzgeflügel in Großbritannien verbessern. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird mit 500.000 Pfund gefördert und konzentriert sich auf die Optimierung von Fang- und Handhabungspraktiken in der Geflügelwirtschaft, berichtet South West Farmer. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Humane Slaughter Association, einem tierärztlichen Geflügelberater sowie Industriepartnern durchgeführt. 

Daten aus 100 Geflügelbetrieben werden gesammelt

Im Rahmen der Studie sollen Daten aus mehr als 100 kommerziellen Geflügelbeständen erhoben werden. Ziel ist es, daraus evidenzbasierte Empfehlungen für die gesamte Branche abzuleiten.

Konkret vergleichen die Forscher zwei Fangmethoden: das Einfangen an beiden Beinen und das aufrechte Fangen der Tiere. Dabei soll geprüft werden, wie sich diese Verfahren auf das Wohlbefinden der Tiere sowie auf die Effizienz der Arbeitsprozesse auswirken.

Schulungen für Fangteams: Mehr Tierwohl, mehr Effizienz

Die Studie startet mit Masthähnchen, Legehennen und Junghennen. Gleichzeitig ist eine spezielle Schulung der Fangteams vorgesehen, um die Methoden korrekt umzusetzen.
Das Vorhaben soll eine Forschungslücke in der routinemäßigen Geflügelhandhabung schließen und die Weiterentwicklung von Tierschutzstandards sowie bewährten Praktiken im Vereinigten Königreich fördern. 

Geflügelnews
Bild: Cordula Möbius
Quelle: South West Farmer

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