JBS investiert Millionen: Mega-Elterntierfarm in Brasilien soll 48 Millionen Bruteier pro Jahr liefern

01 Juni 2026
Gesellschaft
JBS

Der brasilianische Fleischkonzern JBS baut gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft Seara eine neue Großanlage für die Produktion von Bruteiern. Die Farm mit 230.000 Elterntieren soll jährlich rund 48 Millionen Bruteier erzeugen und die Versorgung von Brütereien sowie Masthähnchenbetrieben in mehreren Regionen Brasiliens sichern.

JBS setzt auf den Ausbau der Bruteierproduktion

Der weltweit größte Fleischkonzern JBS investiert im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina in eine neue Elterntierfarm. In der Gemeinde Capão Alto entsteht die „Granja 7 de Setembro“, eine der größten Anlagen ihrer Art in der Region.

Für das Projekt sind Investitionen von rund 75 Millionen brasilianischen Real vorgesehen. Das entspricht etwa 14 Millionen Euro. Die Farm entsteht in einer Gemeinde mit lediglich rund 2.600 Einwohnern und zählt zu den größten Agrarvorhaben, die bislang in der Bergregion Serra Catarinense angekündigt wurden.

230.000 Elterntiere und 48 Millionen Bruteier pro Jahr

Die Anlage entsteht entlang der Fernstraße SC-390 und umfasst 24 Stallgebäude mit einer Gesamtfläche von rund 22.000 Quadratmetern. Nach Fertigstellung sollen dort etwa 230.000 Elterntiere gehalten werden.

Die Betreiber rechnen mit einer Jahresproduktion von rund 48 Millionen Bruteiern. Umgerechnet verlassen damit durchschnittlich 91 Eier pro Minute die Farm. Die Bruteier sind für Brütereien und Masthähnchenbetriebe in verschiedenen Regionen Brasiliens bestimmt und sollen die Versorgung der nationalen Geflügelproduktion stärken.

Grupo Rossi investiert, JBS und Seara vermarkten die Produktion

Die Investition übernimmt die Grupo Rossi Agronegócios. Die Vermarktung der Bruteier erfolgt in Zusammenarbeit mit Seara und JBS.

Nach Angaben der Stadtverwaltung gingen der Standortentscheidung mehrere Monate intensiver Verhandlungen voraus. Die neue Farm soll sich ausschließlich auf die Produktion von Bruteiern für die brasilianische Geflügelwirtschaft konzentrieren.

Neue Arbeitsplätze für eine strukturschwache Region

Von dem Großprojekt profitiert nicht nur die Geflügelbranche. Während der Bauphase rechnen die Verantwortlichen mit rund 100 direkten und weiteren 150 indirekten Arbeitsplätzen.

Nach Inbetriebnahme der Anlage sollen dauerhaft etwa 80 direkte sowie 130 indirekte Arbeitsplätze erhalten bleiben. Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen vor allem in den Bereichen Geflügelmanagement, Logistik, Transport, Wartung sowie bei technischen Dienstleistern und Zulieferern.

Santa Catarina baut seine Position als Geflügelstandort aus

Mit der neuen Elterntierfarm stärkt Santa Catarina seine Rolle als eines der wichtigsten Zentren der brasilianischen Geflügelproduktion. Die Region verfügt über große landwirtschaftliche Flächen, eine ausgeprägte Agrarstruktur und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur.

Für die brasilianische Geflügelwirtschaft bedeutet die Investition zusätzliche Kapazitäten bei der Bruteierproduktion. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass große Geflügelunternehmen weiterhin gezielt in die vertikale Integration ihrer Produktionsketten investieren, um die Versorgung ihrer Mastbetriebe langfristig abzusichern.

Geflügelnews
Bild: JBS
Quelle: agrarheute / Martina Hungerkamp, Correiro

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