Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe meldet Brasiliens Geflügelbranche einen Exportrekord. Besonders stark wuchsen 2025 die Lieferungen in die Europäische Union.
Exportrekord nach schwierigen Jahren
Nach einer der schwierigsten Phasen ihrer Geschichte hat die brasilianische Geflügelbranche das Jahr 2025 mit einem Exportrekord abgeschlossen. Wie der brasilianische Verband für tierische Proteine (ABPA) mitteilt, exportierte das Land im vergangenen Jahr insgesamt 5,324 Millionen Tonnen Hühnerfleisch. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber 2024 mit 5,294 Millionen Tonnen.
Dezember treibt Jahresergebnis
Den Ausschlag für das positive Jahresergebnis gaben vor allem die Ausfuhren im Dezember. In diesem Monat verließ mit 510.800 Tonnen deutlich mehr Hühnerfleisch das Land als im Dezember 2024, als die Exporte 448.700 Tonnen erreichten. Das entspricht einem Zuwachs von 13,9 Prozent.
Erlöse sinken trotz höherer Mengen
Trotz des höheren Exportvolumens gingen die Gesamterlöse leicht zurück. 2025 erzielten die Exporteinnahmen 8,44 Milliarden Euro und lagen damit 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 8,56 Milliarden Euro. Im Dezember hingegen stiegen die Einnahmen um 10,6 Prozent auf 817,2 Millionen Euro.
Vogelgrippe als zentrale Herausforderung
Nach Angaben der ABPA stand das Jahr 2025 im Zeichen der Widerstandsfähigkeit des Sektors. Die Branche bewältigte eine der größten Herausforderungen der nationalen Geflügelproduktion: den Ausbruch einer hochpathogenen Vogelgrippe in kommerziellen Betrieben, der inzwischen überwunden ist.
Gute Aussichten für 2026
Die positiven Ergebnisse stärken nach Einschätzung der ABPA die Erwartungen für das Jahr 2026. Brasilien dürfte seine Präsenz auf den internationalen Märkten weiter ausbauen – im Einklang mit der steigenden Produktionsleistung des Sektors.
Vereinigte Arabische Emirate bleiben Spitzenmarkt
Die Vereinigten Arabischen Emirate führten 2025 die Liste der wichtigsten Abnehmer an. Sie importierten 479.900 Tonnen brasilianisches Hühnerfleisch, ein Plus von 5,5 Prozent. Japan folgte mit 402.900 Tonnen, verzeichnete jedoch einen Rückgang von 9,1 Prozent. Saudi-Arabien steigerte seine Importe um 7,1 Prozent auf 397.200 Tonnen. Auch Südafrika und die Philippinen erhöhten ihre Bezüge spürbar.
EU-Importe legen deutlich zu
Besonders stark erholten sich die Lieferungen in die Europäische Union. Allein im Dezember stiegen die Exporte in die EU um 52 Prozent. Auch China kehrte rasch auf den Markt zurück und importierte innerhalb kurzer Zeit 21.200 Tonnen.
Mercosur-Abkommen als zusätzlicher Treiber
Die vollständige Erholung nach der Vogelgrippe gilt in Brasilien als positives Signal für die kommenden Jahre. Mit dem Mercosur-Handelsabkommen dürften die EU-Importe von brasilianischem Geflügel weiter zunehmen und das Wachstum zusätzlich stützen.




































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