Geflügelfleisch: Brasilien erzielt Rekordumsätze trotz Vogelgrippe

10 Juli 2025
Markt Geflügelfleisch
Fahne auf Geflügelstall

Brasilien konnte 2025 trotz Vogelgrippe-Fällen seine Geflügelexporte leicht steigern, vor allem dank steigender Nachfrage aus der EU.

Brasiliens Geflügelexporteure haben im ersten Halbjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Umsätze steigern können. Laut dem brasilianischen Verband für tierisches Protein (ABPA) stieg der Umsatz mit Geflügelfleisch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,0 % auf umgerechnet 4,06 Mrd. Euro. Dabei wurden insgesamt 2,6 Mio. Tonnen frisches und verarbeitetes Geflügelfleisch exportiert, ein leichtes Plus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Besonders bemerkenswert ist diese Entwicklung, da Brasiliens Geflügelsektor seit Mai durch einen Vogelgrippefall in einer kommerziellen Haltung belastet war. Trotzdem konnten die Exporteure ihre Verkaufszahlen halten und sogar leicht steigern, wie ABPA berichtet.

EU kauft mehr brasilianisches Geflügel

Unter den Abnehmern zeigte sich die Europäische Union als wachsender Markt: Sie steigerte ihre Käufe um etwa 20 % auf 125.300 Tonnen. Die beiden größten Abnehmer, die Vereinigten Arabischen Emirate und China, kauften hingegen weniger: Die Emirate nahmen 231.100 Tonnen ab (minus 3,7 %), China 228.600 Tonnen (minus 17,2 %).

Vogelgrippe überwunden: Neue Chancen für Exporte

Für die kommenden Monate ist die Branche optimistisch. Laut ABPA wurde der Vogelgrippefall kürzlich offiziell als abgeschlossen erklärt, wodurch die meisten Handelsbeschränkungen bald entfallen dürften. Damit rechnet die Branche mit zusätzlichen Exportchancen und einer weiteren Stärkung der Umsätze bis Jahresende.

Rind- und Schweinefleisch ebenfalls stark gefragt

Neben dem Geflügel legten auch andere Fleischsegmente stark zu. So stiegen die Rindfleischexporte wertmäßig um 27,1 % auf 6,15 Mrd. Euro, während der Umsatz mit Schweinefleisch sogar um 32,6 % auf 1,46 Mrd. Euro wuchs. Besonders die Philippinen sorgten hier für einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Insgesamt wurden laut ABPA die Prognosen für das erste Halbjahr 2025 deutlich übertroffen.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_Rawf8, AdobeStock_Bostan Natalia
Quelle: AgE

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