Trotz abgeschlossener Beobachtungsphase nach einem Vogelgrippe-Ausbruch hält die EU an ihrem Importstopp für brasilianisches Geflügelfleisch fest.
Die EU-Importe von Geflügelfleisch aus Brasilien bleiben weiterhin ausgesetzt. Grund ist ein Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) am 16. Mai in dem südamerikanischen Land. Trotz ausbleibender weiterer Fälle in kommerziellen Geflügelbetrieben seit dem Ausbruch stuft die EU-Kommission Brasilien nach wie vor nicht als HPAI-frei ein. Dies bestätigte eine Sprecherin der Kommission gegenüber dem Pressedienst Agra Europe am 24. Juni.
EU bleibt vorsichtig trotz Entwarnung aus Brasilien
Zwischen der EU-Kommission und der brasilianischen Regierung laufen derzeit intensive Gespräche über eine mögliche Wiederaufnahme des Handels. Beide Seiten bemühen sich darum, eine Lösung zu finden. Die brasilianische Regierung erklärte bereits am 18. Juni, das Land sei wieder frei von HPAI, und informierte darüber auch die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH).
Geflügelexport soll schrittweise wieder anlaufen
Nach Angaben des brasilianischen Agrarministeriums gab es seit dem 16. Mai keine weiteren Ausbrüche in kommerziellen Betrieben. Die gemäß internationalen Hygieneprotokollen vorgeschriebene 28-tägige Beobachtungsphase begann am 22. Mai und ist inzwischen abgeschlossen. Landwirtschaftsminister Carlos Fávaro kündigte an, dass der Geflügelexport nun schrittweise wieder hochgefahren werden soll.
Vor dem Importstopp durch die EU wurden nach Daten des französischen Fachinstituts Itavi monatlich rund 22.000 Tonnen brasilianisches Geflügelfleisch im Wert von 65 Millionen Euro in die EU geliefert.

































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