EU startet Konsultation zum Aus für Käfighaltung bei Nutztieren

20 Juni 2025
Legehenne
Legehennen Käfige

Die EU-Kommission startet eine Konsultation zur Abschaffung der Käfighaltung bei Nutztieren, was weitreichende Folgen für die europäische Geflügelhaltung und den Tierschutz haben könnte.

Die EU-Kommission hat am 18. Juni 2025 eine öffentliche Konsultation zur Abschaffung der Käfighaltung bei Nutztieren gestartet. Diese Maßnahme betrifft unter anderem Legehennen, Junghennen, Kaninchen, Enten, Gänse und Wachteln. Bis zum 16. Juli können Bürger und Interessengruppen ihre Meinung dazu äußern. Ein Gesetzesvorschlag soll bis spätestens Ende 2026 folgen.

EU plant Verbot der Käfighaltung: Das steckt hinter der Initiative

Laut der EU-Kommission ist die Käfighaltung ein zentrales Thema in den geplanten Tierschutzreformen. Bereits frühere Ankündigungen, etwa von der damaligen Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides, hatten ein komplettes Käfigverbot für Nutztiere in Aussicht gestellt. Diese Pläne wurden bisher aber nicht umgesetzt. Stattdessen wurde nur die Überarbeitung der Tiertransportverordnung offiziell eingeleitet, mit bislang begrenzten Fortschritten.

Folgen für Geflügelhalter und neue Regeln für Importware

Die geplante Gesetzesinitiative könnte weitreichende Folgen für die Geflügelhaltung in Europa haben. Neben dem Käfigverbot wird auch das Töten männlicher Küken aus Legelinien zur Diskussion gestellt. Damit greift die EU-Kommission ein weiteres sensibles Thema der Geflügelbranche auf.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Konsultation sogenannte Spiegelklauseln geprüft. Diese sollen sicherstellen, dass auch bei Tierprodukten aus Drittstaaten gleichwertige Tierschutzstandards gelten wie in der EU.

Die bisherige Verzögerung bei der Umsetzung umfassender Tierschutzvorgaben war von Kritik begleitet. Der neue Konsultationsprozess zeigt nun eine mögliche Rückkehr zu den ursprünglich angekündigten ambitionierten Plänen.

Geflügelnews
Bild: Adobe_Stock_Chayakorn
Quelle: AgE

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