2024 stieg der Eierkonsum in der Schweiz auf ein Rekordniveau, doch die heimische Produktion kann den Bedarf nicht decken.
Eierkonsum in der Schweiz wächst um 5,7% im Jahr 2024
Im Jahr 2024 verzeichnete die Schweiz einen historischen Höchstwert beim Eierkonsum. Laut dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wurden rund 1,797 Milliarden Eier nachgefragt – das entspricht einem Anstieg von 5,7 % oder 96 Millionen Stück im Vergleich zum Vorjahr.
Hauptursache für den Rekordanstieg war der gestiegene Pro-Kopf-Verbrauch, der um 4,7 % auf durchschnittlich 197,7 Eier pro Person stieg – so viel wie nie zuvor. Das Bevölkerungswachstum um 0,9 % spielte laut BLW ebenfalls eine Rolle, hatte jedoch weniger Einfluss.
Die inländische Eierproduktion konnte mit der Nachfrage nicht mithalten. Trotz einer Steigerung um 2,8 % auf 1,124 Milliarden Eier musste die Schweiz 674 Millionen Eier importieren – ein Plus von 10,8 %. Zur Entlastung wurde das Zollkontingent für Konsumeier um 7.500 Tonnen erhöht. Der Selbstversorgungsgrad sank dadurch auf 62,5 %.
Insbesondere der Einzelhandel setzte verstärkt auf Importware, deren Absatz um 10,5 % stieg. Dagegen legte der Verkauf von Schweizer Konsumeiern nur um 2 % zu. BLW zufolge gibt es seit Jahren einen Strukturwandel: Während der Anteil von Bodenhaltungseiern rückläufig ist, steigt der Marktanteil von Freiland- und Bioeiern deutlich.
Die Produzentenpreise blieben 2024 stabil, unabhängig von der Haltungsform.
Reform der Eierproduktion: Ende des Kükentötens in der Schweiz 2025
Ein bedeutender Wandel betrifft zudem den Umgang mit männlichen Küken: Ab 2025 soll in der Schweiz das Kükentöten beendet werden. Laut BLW wird dies durch branchenspezifische Lösungen umgesetzt – im Bio-Segment etwa durch die Aufzucht der Bruderhähne oder den Einsatz von Zweinutzungshühnern. In der konventionellen Haltung erfolgt die Geschlechtsbestimmung bereits im Ei, um männliche Embryonen frühzeitig zu erkennen. Die damit verbundenen Mehrkosten sollen durch höhere Produzentenpreise kompensiert werden, was voraussichtlich zu einem leichten Preisanstieg im kommenden Jahr führt.

































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