Bayern erhöht Warnstufe wegen Geflügelpest

19 Februar 2025
Biosicherheit
Schwäne

Bayern stuft das Risiko der Geflügelpest als hoch ein, da sich das Virus unter Wildvögeln stark verbreitet. Geflügelhalter müssen verstärkt auf Biosicherheit achten.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am 17. Februar 2025 eine neue Risikobewertung zur Geflügelpest veröffentlicht. Demnach wird das Risiko eines Eintrags des hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAIV) in bayerische Geflügelbetriebe als hoch eingestuft.

Zahl der Fälle steigt: Besonders Mittelfranken betroffen

Laut LGL werden in Bayern vermehrt Geflügelpestausbrüche bei Wildvögeln festgestellt. Auch in Europa nimmt die Zahl der Fälle weiter zu. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) meldet seit Oktober 2024 täglich neue Nachweise von HPAIV H5. In Deutschland wurden seitdem 240 Fälle bei Wildvögeln registriert, davon 72 in Bayern. Besonders betroffen ist Mittelfranken, wo allein Ende Januar und Anfang Februar 47 infizierte Wildvögel gefunden wurden, vor allem Wildgänse und Schwäne. Zudem wurden seit Oktober 2024 in Deutschland 36 Vogelhaltungen mit HPAIV infiziert, darunter acht Geflügelhaltungen in Bayern. Auch der Zoo Augsburg und der Tiergarten Nürnberg waren betroffen.

Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter: Das ist jetzt wichtig

Die Ausbreitung des Virus unter Wildvögeln erhöht das Risiko für eine Einschleppung in Haus- und Nutzgeflügelbestände. Laut LGL sind daher präventive Maßnahmen und Biosicherheitsvorkehrungen besonders wichtig. Dies gilt vor allem für Freilandhaltungen, bei denen direkter Kontakt zu Wildvögeln besteht.

Geflügelhalter sollten ihre Tiere genau beobachten und bei Krankheitssymptomen sofort einen Tierarzt konsultieren. Bei erhöhten Tierverlusten oder starken Leistungseinbußen sind Untersuchungen erforderlich, um eine Geflügelpest-Infektion auszuschließen. Im Verdachtsfall ist das zuständige Veterinäramt zu informieren.

Geflügelnews
Bild: Cordula Möbius
Quelle: Landkreis Neumarkt

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