Antibiotikaeinsatz 2024: Während Masthähnchen weniger erhielten, stieg der Verbrauch in Legehennenbetrieben deutlich an.
Der Antibiotikaeinsatz in den Niederlanden entwickelte sich 2024 in der Geflügelhaltung unterschiedlich: Während Masthähnchenhalter ihren Verbrauch um 16 % reduzierten, stieg der Einsatz in Legehennenbetrieben um 38 %. Der Verbrauch von Reserveantibiotika blieb insgesamt sehr gering.
Masthähnchen: Antibiotikaverbrauch um 16 % gesenkt
Laut einem Bericht von Royal GD, der im Auftrag des niederländischen Geflügelhalter-Dachverbands Avined erstellt wurde, erhielten Masthähnchen im Jahr 2024 durchschnittlich 5,61 definierte Tagesdosen pro Tier (DDDAs). Dies entspricht einem Rückgang um 16 % im Vergleich zu 2023 und sogar 67 % weniger als vor zehn Jahren.
Auch der Einsatz von Reserveantibiotika bei Masthähnchen war mit 0,03 DDDAs äußerst niedrig – ein Rückgang um 91 % gegenüber 2014. Im Gegensatz dazu stieg der Antibiotikaeinsatz bei der Zucht und Aufzucht von Vermehrungstieren für die Mast um 12 % auf 4,10 DDDAs.
Legehennen: Deutlicher Anstieg, aber auf niedrigem Niveau
In den Legehennenbetrieben nahm der Antibiotikaeinsatz hingegen stark zu, allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Laut Royal GD wurden dort 2024 durchschnittlich 1,86 DDDAs verabreicht, was einem Anstieg von 38 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch in der Aufzucht von Legehennen sowie in der Zucht und Vermehrung wurde mehr Antibiotika eingesetzt. Besonders hoch war der Anstieg bei der Aufzucht von Zucht- und Vermehrungstieren, wo der Verbrauch um 26 % auf 12,90 DDDAs kletterte.
Reserveantibiotika: Verbrauch bleibt in allen Bereichen gering
Trotz der Zunahme in einigen Bereichen blieb der durchschnittliche Verbrauch von Reserveantibiotika über alle Produktionsstufen hinweg nahezu null.

































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