Pekingente im Visier: EU prüft Strafzölle auf Entenfleisch aus China

13 Juli 2026
Markt Geflügelfleisch
Enten China

Die EU-Kommission hat ein Antidumpingverfahren gegen Importe von Pekingenten aus China eingeleitet. Europäische Erzeuger werfen chinesischen Anbietern vor, Entenfleisch dank staatlicher Unterstützung unter Marktpreis anzubieten. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnten Strafzölle folgen – mit möglichen Folgen für den Agrarhandel zwischen Brüssel und Peking.

EU-Kommission prüft Dumpingvorwürfe

Die EU-Kommission hat ein Antidumpingverfahren gegen Pekingentenimporte aus China eröffnet. Auslöser ist eine Beschwerde von fünf in der Europäischen Union ansässigen Erzeugern. Nach ihrer Auffassung verzerren staatliche Eingriffe den Wettbewerb zulasten europäischer Produzenten.

Die Unternehmen werfen chinesischen Anbietern vor, Entenfleisch zu Preisen auf den europäischen Markt zu bringen, die unter dem eigentlichen Marktwert liegen.

Erzeuger sehen staatliche Wettbewerbsverzerrungen

Nach Angaben der EU-Kommission begründen die Beschwerdeführer ihre Vorwürfe mit umfangreichen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in China. Dazu zählen unter anderem Subventionen für Futtermittel, günstige Kredite und weitere Förderprogramme.

Diese Maßnahmen seien Teil des 14. Fünfjahresplans der chinesischen Regierung gewesen. Auch der inzwischen verabschiedete 15. Fünfjahresplan sehe vergleichbare Programme vor.

Entscheidung soll innerhalb eines Jahres fallen

Die EU-Kommission will ihre Untersuchung innerhalb von etwa zwölf Monaten abschließen. Bestätigen sich die Dumpingvorwürfe, kann Brüssel Antidumpingzölle auf Pekingentenfleisch aus China vorschlagen.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_TexBr, AdobeStock_AGrandemange
Quelle: AgE

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