ZDG lobt Verhandlungen in Japan und China: Exportchancen wachsen

24 Juni 2026
Deutschland
Rainer in Japan

Bundesminister Alois Rainer im Gespräch mit seinem japanischen Amtskollegen Norikazu Suzuki


Die deutsche Geflügelwirtschaft bewertet die Reise von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer nach Japan und China positiv. Nach Einschätzung des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) verbessern sich die Chancen für Exporte in wichtige asiatische Märkte deutlich. Vor allem Japan sendet aus Sicht der Branche ein wichtiges Signal beim Umgang mit Vogelgrippe-Ausbrüchen.

ZDG sieht Fortschritte für den Export nach Asien

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft bewertet die Delegationsreise nach Japan und China als wichtigen Schritt für die deutsche Exportwirtschaft. ZDG-Geschäftsführer Wolfgang Schleicher spricht von erfolgreichen Gesprächen und lobt das geschlossene Auftreten von Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Zum „Team Germany“ gehörten neben Bundesminister Alois Rainer auch Fachvertreter des Ministeriums sowie Mitarbeitende der Botschaften und der Wirtschaft. Nach Ansicht des Verbandes trat die deutsche Delegation in beiden Ländern geschlossen und professionell auf.

Japan erkennt EU-Regionalisierung bei Vogelgrippe an

Besonders positiv bewertet der ZDG die Gespräche in Japan. Dort bestätigten die Gesprächspartner die Anerkennung der EU-Regionalisierung bei Ausbrüchen der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI).

Damit können deutsche Unternehmen grundsätzlich Geflügel aus Regionen exportieren, die nicht von der Vogelgrippe betroffen sind. Für die Branche ist diese Entwicklung ein entscheidender Schritt hin zu mehr Planungssicherheit und zur Reduzierung handelshemmender Auswirkungen im Seuchenfall. „Jetzt geht es darum, die nötigen Protokolle und Zertifikate zu Ende zu verhandeln und zu unterzeichnen“, sagte ZDG-Geschäftsführer Wolfgang Schleicher.

Bundesminister Alois Rainer und sein chinesischer Amtskollege Zhang Zhu, Minister für Landwirtschaft und Ländliche Angelegenheiten.

China: Marktöffnung so nah wie nie zuvor

Auch die Gespräche in China bewertet die deutsche Geflügelwirtschaft positiv. „Wir waren mit Blick auf eine Marktöffnung Chinas für deutsche Geflügelerzeugnisse wie Zuchttiere, Genetik und Geflügelfleisch noch nie so weit wie jetzt“, betont der ZDG-Geschäftsführer.

Gleichzeitig macht der Verband deutlich, dass die Verhandlungen Zeit brauchen und nur mit dauerhaftem politischem Einsatz erfolgreich sein können. Wolfgang Schleicher: „Die Marktöffnung Chinas ist kein Sprint auf kurzer Strecke, sondern ein Langstreckenlauf. Bundesminister Alois Rainer hat eindrucksvoll gezeigt, dass er die politische Langstrecke beherrscht und die nötige Ausdauer mitbringt, um den chinesischen Markt nachhaltig zu erschließen.“

ZDG fordert Engagement auch von China

Der ZDG mahnt jedoch an, dass der Erfolg nicht allein von deutscher Seite abhängt. Damit die Marktöffnung gelingt, müsse auch China die Verhandlungen mit derselben Priorität weiterführen wie Deutschland.

Der ZDG sieht darin eine zentrale Voraussetzung, um den chinesischen Markt langfristig für deutsche Geflügelprodukte zu erschließen.


Geflügelnews
Bild: BMLEH
Quelle: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.

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