Im geflügeldichten Landkreis Cloppenburg gibt es einen zweiten Verdachtsfall von Geflügelpest auf einem Putenbetrieb. Der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft empfiehlt dringend, Erntereste auf Flächen um Geflügelställe herum einzuarbeiten. So können Kraniche ferngehalten werden. Sie scheinen besonders vom Geflügelpest-Virus infiziert zu sein.
Im Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen, gibt es in der Gemeinde Garrel einen erneuten Verdachtsfall der Aviären Influenza (AI=Geflügelpest). Betroffen ist dieses Mal eine Mastputenhaltung mit rund 9.000 Tieren, die ca. 13 Wochen alt sind. In der vergangenen Woche gab es in der Gemeinde bereits einen Fall ebenfalls in einem Putenbetrieb.
FLI-Ergebnis steht noch aus
Das Landeslabor des LAVES hat das AI-Virus H5 nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI über den Serotyp steht noch aus. Der Landkreis wird um den Verdachtsbetrieb eine neue Sperrzone einrichten, bestehend aus der Schutzzone, mit einem Radius von mindestens 3 km, und der Überwachungszone, mit einem Radius von mindestens 10 km. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet.
In der neuen FLI-Risikoeinschätzung zur AI-Situation in Deutschland wird darüber berichtet, dass von dem aktuellen HPAI H5-Geschehen insbesondere Kraniche betroffen sind. Es ist bereits zu einem massiven Kranichsterben gekommen.
Keine Futterflächen für Kraniche
Kraniche und andere Wildvögel sammeln sich gerne auf den frisch abgeernteten Maisfeldern, um dort Pflanzenreste aufzunehmen. Der NGW empfiehlt deshalb, Maisstoppeln rund um Geflügelställe herum einzuarbeiten bzw. die Flächen entsprechend der guten fachlichen Praxis „schwarz“ zu machen. Dies kann durch tiefes Mulchen oder Einarbeitung mit der Scheibenegge erfolgen. So werden die Flächen für die Wildvögel unattraktiver.

































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