Keine Kranichfutter-Flächen rund um Geflügelställe!

21 Oktober 2025
Biosicherheit
Maisstoppeln, Kraniche Vogelgrippe

Im geflügeldichten Landkreis Cloppenburg gibt es einen zweiten Verdachtsfall von Geflügelpest auf einem Putenbetrieb. Der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft empfiehlt dringend, Erntereste auf Flächen um Geflügelställe herum einzuarbeiten. So können Kraniche ferngehalten werden. Sie scheinen besonders vom Geflügelpest-Virus infiziert zu sein.

Im Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen, gibt es in der Gemeinde Garrel einen erneuten Verdachtsfall der Aviären Influenza (AI=Geflügelpest). Betroffen ist dieses Mal eine Mastputenhaltung mit rund 9.000 Tieren, die ca. 13 Wochen alt sind. In der vergangenen Woche gab es in der Gemeinde bereits einen Fall ebenfalls in einem Putenbetrieb.

FLI-Ergebnis steht noch aus

Das Landeslabor des LAVES hat das AI-Virus H5 nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI über den Serotyp steht noch aus. Der Landkreis wird um den Verdachtsbetrieb eine neue Sperrzone einrichten, bestehend aus der Schutzzone, mit einem Radius von mindestens 3 km, und der Überwachungszone, mit einem Radius von mindestens 10 km. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet.

In der neuen FLI-Risikoeinschätzung zur AI-Situation in Deutschland wird darüber berichtet, dass von dem aktuellen HPAI H5-Geschehen insbesondere Kraniche betroffen sind. Es ist bereits zu einem massiven Kranichsterben gekommen.

Keine Futterflächen für Kraniche

Kraniche und andere Wildvögel sammeln sich gerne auf den frisch abgeernteten Maisfeldern, um dort Pflanzenreste aufzunehmen. Der NGW empfiehlt deshalb, Maisstoppeln rund um Geflügelställe herum einzuarbeiten bzw. die Flächen entsprechend der guten fachlichen Praxis „schwarz“ zu machen. Dies kann durch tiefes Mulchen oder Einarbeitung mit der Scheibenegge erfolgen. So werden die Flächen für die Wildvögel unattraktiver.

Text:
Christa Diekmann-Lenartz

Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der intensiven Tierhaltungsregion Weser-Ems (und Studium der Agrarwissenschaften). Seit vielen Jahren berichtet sie darüber, was sich im Bereich Geflügel tut - mit Schwerpunkt Niedersachsen.

Mehr von diesem Autor
Bild: AdobeStock_Klaus Haase

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.