Die Präsidentin des LAVES Dr. Andrea Luger (rechts) mit dem ehemaligen Präsidenten des LAVES Prof. Dr. Eberhard Haunhorst (links) im Gespräch.
Ob Geflügelpest, Salmonellen oder belastete Futtermittel: Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) spielt eine zentrale Rolle für Tiergesundheit und Seuchenschutz. Zum 25-jährigen Bestehen betont das Land Niedersachsen die Bedeutung moderner Labore und schneller Diagnostik für Landwirtschaft und Verbraucher.
Früherkennung von Tierseuchen gewinnt an Bedeutung
Das Laves feierte vor kurzem sein 25-jähriges Bestehen. Gegründet wurde die Behörde nach der BSE-Krise. Heute zählt sie mit sechs Instituten und rund 1.000 Beschäftigten zu den wichtigsten Einrichtungen für Verbraucherschutz und Tiergesundheit in Niedersachsen.
Das Landesamt verfügt über hohe Kapazitäten zur Untersuchung von Tierseuchen wie der Geflügelpest und der Afrikanischen Schweinepest. Die Labore analysieren jährlich mehr als zwei Millionen Proben.
Neben Lebensmitteln kontrolliert das Laves regelmäßig Einzelfutter, Mischfutter und Zusatzstoffe. Die Fachleute prüfen unter anderem auf Salmonellen, Schimmelpilze und Schwermetalle.
Schnelle Analytik soll Betriebe schützen
Nach Angaben des Landes entwickelt das Laves laufend neue Nachweisverfahren. Anfang des Jahres reagierte die Behörde innerhalb kurzer Zeit auf Rückrufe belasteter Säuglingsnahrung und etablierte ein Verfahren zum Nachweis des bakteriellen Giftstoffs Cereulid.
Auch bei früheren Krisen spielte das Landesamt eine wichtige Rolle. Dazu zählen die Aufklärung der Dioxin-Krise und des EHEC-Ausbruchs im Jahr 2011.
Niedersachsen investiert Millionen in Labore und Technik
Mit dem Klimawandel steigen nach Einschätzung des Landes die Risiken durch Krankheitserreger und Schadorganismen. Deshalb investiert Niedersachsen weiter in die Modernisierung der Institute.
Für den Umbau des Instituts für Bedarfsgegenstände in Lüneburg stehen 48,5 Millionen Euro bereit. Weitere 52 Millionen Euro fließen in die Sanierung des Futtermittelinstituts in Stade. Zusätzlich investiert das Land jedes Jahr mehr als drei Millionen Euro in Analytik und Labortechnik.
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte bezeichnete das Laves als wichtigen Pfeiler für den Schutz von Mensch und Tier. Die Behörde solle auch künftig neue Risiken früh erkennen und die Landwirtschaft bei der Seuchenabwehr unterstützen.






































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