Flämische Brüterei Lafaut expandiert: Neue Brüterei in Afrika stärkt Export
Koen Lafaut (58), Inhaber der gleichnamigen Brüterei, mit Tochter Angela (36) und Sohn Maxim (28) (links). Beide traten vor sieben Jahren in den Betrieb ein und haben die Umstellung und Professionalisierung mit vorangetrieben. Rechts Astrid (23), die zweite Tochter von Koen.
Die Brüterei Lafaut setzt mit einer neuen Brüterei in der Elfenbeinküste auf internationales Wachstum, um Absatzsicherheit für europäische Züchter zu schaffen und die lokale Geflügelwirtschaft in Afrika zu stärken.
Lafaut startet Brüterei in der Elfenbeinküste
Die flämische Brüterei Lafaut entwickelt sich aktuell stark weiter: Mit dem Einstieg der Kinder Angela und Maxim richtet sich das Unternehmen zunehmend auf den Export von Bruteiern und Küken aus. Ein bedeutender Schritt ist die Eröffnung einer neuen Brüterei in der Elfenbeinküste, die laut Koen Lafaut „eine Win-Win-Situation für die lokalen Landwirte und unsere Züchter in Europa“ darstellt.
Früher konzentrierte sich Lafaut vor allem auf den Verkauf von Küken in der Region. Doch inzwischen werden 80 Prozent der Bruteier exportiert, so Geschäftsführer Koen Lafaut. Dafür stehen inzwischen rund 1,1 Millionen Elterntiereier aus Betrieben in Belgien, den Niederlanden und Frankreich zur Verfügung. Diese regionale Verteilung verringert das Risiko etwa durch Vogelgrippe und stärkt die Biosicherheit. Strenge Umweltauflagen in Belgien und den Niederlanden behindern dort allerdings eine Expansion, weshalb Lafaut auch auf Partner in der Bretagne setzt.
Chancen für Züchter: Export von Bruteiern aus Europa wächst
Die Expansion nach Afrika bringt neue Chancen. Tochter Angela betont, dass die wachsende Bevölkerung und der steigende Geflügelfleischkonsum in Afrika große Potenziale bieten. Besonders die Elfenbeinküste sei hier Vorreiter: Farmen mit mehreren Tausend Masthühnern sind keine Seltenheit mehr. „Das Land ist sehr offen für neue Technologien und leistungsstarke Rassen“, erklärt Maxim Lafaut. Durch die Lieferung von Küken, die direkt vor Ort schlüpfen, sollen Logistik und lokale Beschäftigung gestärkt werden.
Maxim sieht in der neuen Brüterei einen Gewinn für alle Beteiligten. Bruteier werden weiterhin aus Europa geliefert, da vor Ort die klimatischen und technischen Voraussetzungen fehlen. „Für unsere Züchter bedeutet das mehr Absatzsicherheit und langfristige Partnerschaften, auch in schwierigen Zeiten“, sagt Vater Koen Lafaut.
Die Brüterei Lafaut hat zwei Standorte in der Nähe der französischen Grenze: in Beselare (BE) und in Hondsbeke (FR). Die Gesamtbrutkapazität beträgt 1,4 Millionen Küken pro Woche.
Die beiden Brütereien wurden vor kurzem einer notwendigen Modernisierung unterzogen, um den Hygienestatus zu verbessern.
Der Eintritt von Angela und Maxim in das Familienunternehmen trug dazu bei, den notwendigen Übergang und die weitere Expansion zu ermöglichen.
Tochter Astrid ist vor kurzem in das Familienunternehmen eingestiegen. Als zweite Ehrendame der Miss-Belgien-Wahl teilt sie diese Aktivitäten mit der Präsentation und dem Modeln.
Vor zehn Jahren nahm das Brütereigeschäft noch den Hauptanteil ein, jetzt gehen rund 80 Prozent der Bruteier in den Export.
Mit Vermehrern in den Niederlanden, Belgien und Frankreich streut Lafaut das Risiko.
Bruteier von niederländischen Züchtern gehen vor allem an das Unternehmen Chickliner mit Sitz in Renswoude (UT), das für den Export zuständig ist.
Im Herbst wird Lafaut eine Filiale in Côte d'Ivoire in der Nähe der ehemaligen Hauptstadt Abidjan eröffnen.
"Die Elfenbeinküste ist ein Vorreiterland in Afrika, was die Entwicklung angeht. Durch unsere Exporte hatten wir bereits gute Kontakte dorthin, und die Wahl fiel schnell auf uns", sagt Maxim, der das Projekt genau verfolgt.
Außenansicht der Brüterei in Côte d'Ivoire, die im Oktober ihren Betrieb aufnehmen wird.
"Die Brüterei in der Elfenbeinküste bietet unseren Vermehrern und Züchtern hier in Belgien, den Niederlanden und Frankreich große Chancen. Dort wird nur gebrütet. Aufgrund des Klimas, des fehlenden Know-hows und der erforderlichen Infrastruktur kann vor Ort keine Zucht stattfinden.“
Die Brütereimaschinen in der Elfenbeinküste werden von Petersime geliefert und installiert. Die Sandwichpaneele kommen aus den Niederlanden, aber der Bau und die Elektroinstallation werden von lokalen Unternehmern durchgeführt.
„Die Kapazität bei der Inbetriebnahme wird für europäische Verhältnisse eher gering, für afrikanische Verhältnisse aber recht groß sein“, sagt Maxim Lafaut.
Die Brüterei Lafaut hat zwei Standorte in der Nähe der französischen Grenze: in Beselare (BE) und in Hondsbeke (FR). Die Gesamtbrutkapazität beträgt 1,4 Millionen Küken pro Woche.
Die beiden Brütereien wurden vor kurzem einer notwendigen Modernisierung unterzogen, um den Hygienestatus zu verbessern.
Der Eintritt von Angela und Maxim in das Familienunternehmen trug dazu bei, den notwendigen Übergang und die weitere Expansion zu ermöglichen.
Tochter Astrid ist vor kurzem in das Familienunternehmen eingestiegen. Als zweite Ehrendame der Miss-Belgien-Wahl teilt sie diese Aktivitäten mit der Präsentation und dem Modeln.
Vor zehn Jahren nahm das Brütereigeschäft noch den Hauptanteil ein, jetzt gehen rund 80 Prozent der Bruteier in den Export.
Mit Vermehrern in den Niederlanden, Belgien und Frankreich streut Lafaut das Risiko.
Bruteier von niederländischen Züchtern gehen vor allem an das Unternehmen Chickliner mit Sitz in Renswoude (UT), das für den Export zuständig ist.
Im Herbst wird Lafaut eine Filiale in Côte d'Ivoire in der Nähe der ehemaligen Hauptstadt Abidjan eröffnen.
"Die Elfenbeinküste ist ein Vorreiterland in Afrika, was die Entwicklung angeht. Durch unsere Exporte hatten wir bereits gute Kontakte dorthin, und die Wahl fiel schnell auf uns", sagt Maxim, der das Projekt genau verfolgt.
Außenansicht der Brüterei in Côte d'Ivoire, die im Oktober ihren Betrieb aufnehmen wird.
"Die Brüterei in der Elfenbeinküste bietet unseren Vermehrern und Züchtern hier in Belgien, den Niederlanden und Frankreich große Chancen. Dort wird nur gebrütet. Aufgrund des Klimas, des fehlenden Know-hows und der erforderlichen Infrastruktur kann vor Ort keine Zucht stattfinden.“
Die Brütereimaschinen in der Elfenbeinküste werden von Petersime geliefert und installiert. Die Sandwichpaneele kommen aus den Niederlanden, aber der Bau und die Elektroinstallation werden von lokalen Unternehmern durchgeführt.
„Die Kapazität bei der Inbetriebnahme wird für europäische Verhältnisse eher gering, für afrikanische Verhältnisse aber recht groß sein“, sagt Maxim Lafaut.
Die neue Brüterei entsteht etwa 30 Kilometer von Abidjan entfernt und ist logistisch günstig gelegen. Der Bau erfolgt in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, die Brütereitechnik kommt jedoch von europäischen Spezialisten, unter anderem Petersime. Die Investitionssumme liegt bei rund 1,5 Millionen Euro.
Geplant ist ein Produktionsstart Ende Oktober mit einer zunächst eher bescheidenen Kapazität von 160.000 Küken pro Woche. Für afrikanische Verhältnisse gilt das jedoch schon als große Einheit. Parallel will Lafaut ein Vertriebsnetz aufbauen, das sowohl größere Betriebe als auch kleinere Abholstellen bedient. Eine Belieferung weiterer afrikanischer Länder wird als mögliche nächste Phase angedacht. Für das Management vor Ort setzt das Unternehmen auf erfahrene Fachkräfte aus Europa, die eng mit lokalen Mitarbeitern zusammenarbeiten.
Maxim sieht allerdings auch Herausforderungen, etwa das feucht-heiße Klima, Stromausfälle und lokale Tierseuchen. „Das verlangt eine sehr gute Vorbereitung und zuverlässige Backup-Systeme“, betont er.
Flexibilität und Unabhängigkeit als Erfolgsfaktor
In Europa will Lafaut trotz fehlender Wachstumschancen im Broilerbereich weiterhin Marktanteile bei regulären Küken ausbauen. Gleichzeitig soll der Bruteierexport in die EU und darüber hinaus wachsen. Derzeit werden wöchentlich rund 800.000 Küken für den Binnen- und Exportmarkt produziert.
Koen Lafaut betont die Bedeutung der Unabhängigkeit: „Als Familienunternehmen sind wir nicht an große Konzerne gebunden und bieten unseren Züchtern mehr Freiheit, etwa bei der Futterwahl oder der tierärztlichen Betreuung.“ Dies stärke die enge Beziehung zu den Partnern, die auf persönliche Betreuung, garantierte Abnahmen und hohe Qualität setzten.
Die Familie Lafaut sieht ihre Stärke in der Flexibilität und Unabhängigkeit. „Unsere Züchter sind Unternehmer mit Leidenschaft, die wir mit maßgeschneidertem Service und verlässlichen Abnahmegarantien unterstützen“, sagt Maxim. Das Ziel: weiter wachsen, ohne dabei die familiären Werte aus den Augen zu verlieren.
Luc Maertens, Geflügelnews
Bild:
Els Balcaen, Davy Coghe
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