Direktvermarktung Eier: Mut zur Farbe

06 April 2026
Deutschland
CockyLockyFarm

Benedikt Heitmann und Matthias Keim züchten auf ihrem Hof in Lotte bei Osnabrück (Niedersachsen) alte Hühnerrassen, die Eier in den unterschiedlichsten Farben legen. Die Bruteier verkaufen sie auch an landwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung. Bunte Eier sind im Sortiment ein schöner Blickfang.  

Der Verkauf von Bruteiern der verschiedensten Rassen mit besonderen Eierfarben hat sich bei Benedikt Heitmann und Matthias Keim über die Jahre zu einem intensiven Nebenerwerb entwickelt. Unter dem Namen „Cocky Locky Farm“ verkaufen sie Bruteier nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. „Der Trend geht zu bunten Eiern auf dem Frühstückstisch“, freuen sie sich. Auf dem Hof gibt es zehn verschiedene Rassen, sie kreuzen aber auch, um neue Eierfarben zu erhalten. 

Große Nachfrage nach besonderen Eifarben

Bei der Rasse „Marans“ züchten die Beiden auf eine sehr dunkle Eifarbe, die von dunkelrot bis hin zu fast schwarz reicht. Viele Kunden wünschten sich intensive Farben wie auch von den „Lavender Araucana“, die grasgrüne Eier legen oder die „Opal legbar“, deren Eifarbe hellblau ist. „Bei einigen Rassen/Eierfarben gibt es tatsächlich eine lange Reservierungsliste und meist haben wir eher zu wenig Bruteier als zu viele“, so Benedikt Heitmann. Neben Privatpersonen sind unter den Bruteier-Kunden oft landwirtschaftliche Betriebe mit einem Hofladen oder einer anderen Direktvermarktung. Bunte Eier ergänzen dort das Sortiment ein schöner Blickfang.  

Benedikt Heitmann (l.) und Matthias Keim züchten im Nebenerwerb alte Hühnerrassen und verkaufen Bruteier.

Bis zu 200 Hühner leben getrennt nach Rassen oder in bestimmten Gruppen in den großzügigen offenen Ausläufen der Cocky Locky Farm in Waldrandlage. Ihre Kundinnen und Kunden finden Benedikt Heitmann und Matthias Keim über Mund-zu-Mund-Propaganda, über ihre Homepage „naturbunteeier.de“ oder über ihre Seiten in den Sozialen Medien. 

Bruteier ganzjährig gefragt

Bruteier sind mittlerweile ein fast ganzjähriges Geschäft, durch Brutautomaten kann nahezu jederzeit gebrütet werden. Verschickt wird die wertvolle Fracht per Post – was kein Problem ist. Als Füllmaterial wird überwiegend geschredderte Altkartonage verwendet, das hat sich bewährt, im Winter wird mit einem Extra-Kälteschutz gearbeitet. 

Wer mehr über die Cocky Locky Farm lesen möchte, hat hier die Möglichkeit:

https://www.landundforst.de/landleben/naturbunte-eier-zwei-niedersachsen-zuechten-besondere-huehnerrassen-575304

Christa Diekmann-Lenartz
Bild: Kristoffer Finn

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