Der Eierkonsum in Deutschland wächst weiter. Im Jahr 2025 aß jeder Mensch im Schnitt 252 Eier – vier mehr als im Vorjahr. Trotz sinkender Legehennenbestände konnte die Produktion leicht steigen. Gleichzeitig bleibt die Marktlage angespannt.
Eierverbrauch steigt seit Jahren
Die Nachfrage nach Eiern in Deutschland wächst kontinuierlich. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2025 bei 252 Eiern. Im Jahr zuvor waren es noch 248 Eier gewesen. Seit 2022 zeigt die Entwicklung klar nach oben: Damals lag der Verbrauch bei 234 Eiern pro Person.
Auch der gesamte Nahrungsverbrauch nahm zu. Laut Versorgungsbilanz stieg er im vergangenen Jahr auf 21 Milliarden Eier, einschließlich verarbeiteter Produkte. 2024 hatte der Wert noch bei 20,7 Milliarden gelegen.
„Eier stellen eine kostengünstige Quelle für hochwertiges Eiweiß dar“, erklärte BZL-Leiter Dr. Josef Goos. Zudem könnten Ernährungsformen wie vegetarische Kost oder „Low Carb“ den steigenden Verbrauch fördern.
Weniger Hennen, aber höhere Legeleistung
Der Bestand an Legehennen ging 2025 leicht zurück. Insgesamt wurden 51,1 Millionen Tiere gezählt – etwa 400.000 weniger als im Jahr zuvor. In dieser Zahl sind auch geschätzte Bestände aus kleineren Betrieben mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen enthalten.
Mehrere Faktoren könnten für den Rückgang verantwortlich sein. Dazu zählen Tierverluste durch Krankheiten sowie der gesetzlich vorgesehene Rückbau der Kleingruppenhaltung ab 2026.
Gleichzeitig stieg die Leistung der Tiere. Eine Legehenne legte im Durchschnitt 299 Eier pro Jahr – vier mehr als im Vorjahr. Dadurch konnte die Produktion von Konsumeiern leicht wachsen.
Produktion steigt leicht auf 15,3 Milliarden Eier
Insgesamt erzeugten deutsche Betriebe knapp 15,3 Milliarden Konsumeier. Im Jahr 2024 waren es noch 15,2 Milliarden gewesen.
Trotz der leicht gestiegenen Produktion sank der Selbstversorgungsgrad weiter. Deutschland deckte 2025 rund 72 Prozent seines Bedarfs mit heimischen Eiern – ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Damit muss weiterhin mehr als ein Viertel des Bedarfs importiert werden.
Niederlande bleiben wichtigster Lieferant
Die Einfuhren von Schaleneiern gingen 2025 leicht zurück. Sie sanken um 1,3 Prozent. Die Einfuhr von verarbeiteten Eiprodukten – etwa Vollei, Eigelb oder Eiweiß in flüssiger, getrockneter oder gefrorener Form – nahm dagegen um sechs Prozent zu.
Insgesamt ergibt sich damit ein leichtes Importplus von 0,8 Prozent.
Die meisten importierten Schaleneier stammen weiterhin aus den Niederlanden (69 Prozent). Dahinter folgen Polen mit knapp 16 Prozent und Belgien mit rund 3,4 Prozent.
Der Import gestaltete sich 2025 jedoch schwieriger. Gründe sind unter anderem sinkende Bestände in den Niederlanden und Auswirkungen der Vogelgrippe in mehreren europäischen Ländern.
Exporte sinken wegen hoher Nachfrage im Inland
Die starke Nachfrage im Inland wirkte sich auch auf den Export aus. Die Ausfuhren von Schaleneiern gingen um zwölf Prozent zurück. Bei Eiprodukten sank der Export um vier Prozent.
Wichtige Abnehmerländer deutscher Eier bleiben die Niederlande, Belgien und Italien.
Ostern sorgt traditionell für höhere Nachfrage
Rund um Ostern steigt der Eierverbrauch traditionell deutlich an. Laut BZL erwartet der Lebensmitteleinzelhandel dennoch, dass der Markt den Bedarf decken kann.
BZL-Leiter Goos beschreibt die Lage jedoch als angespannt. Die Nachfrage wachse weiter, während Tierbestände wegen Vogelgrippe, Newcastle Disease und strukturellen Veränderungen in der Haltung sinken.
Kurzfristig könne es daher zu einem knappen Angebot kommen. Langfristig gilt die Versorgung mit Eiern jedoch weiterhin als gesichert.




































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