Rekordwert: Eine Landwirtin ernährt heute 153 Menschen – so stark hat sich die Produktivität gesteigert

30 November 2025
Deutschland
ein Landwirt ernährt

Noch nie hat ein einzelner Betrieb so viele Menschen mit Lebensmitteln versorgt wie heute. Die Produktivität der deutschen Landwirtschaft erreicht mit 153 Personen pro Arbeitskraft einen neuen Höchstwert. Doch die Entwicklung verläuft nicht geradlinig – Wetter, Ernten und Verbrauch beeinflussen die Zahlen.

Deutsche Landwirtschaft erreicht neuen Rekord

Ein Landwirt oder eine Landwirtin versorgt in Deutschland heute im Schnitt 153 Menschen. Das zeigen aktuelle Berechnungen – und damit liegt der Wert erstmals über der Marke des Vorjahres. Es ist der höchste Stand, seit diese Versorgungsleistung gemessen wird.

Produktivität steigt seit Jahrzehnten rasant

Der Blick zurück zeigt, wie stark sich die Landwirtschaft verändert hat. Seit 1990 hat sich die Versorgungsleistung mehr als verdoppelt. Gegenüber 1960 hat sie sich sogar verneunfacht. Moderne Technik, größere Betriebe und effizientere Produktionsverfahren tragen dazu bei, dass weniger Arbeitskräfte immer mehr Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Wetter und Ernten sorgen für Schwankungen

Die Entwicklung verläuft dennoch nicht stetig. Die Zahl steigt nicht jedes Jahr, sondern schwankt deutlich. 2017 lag die Versorgungsleistung bei 146 Menschen, 2018 rutschte sie auf 129 ab. Solche Ausschläge entstehen meist durch äußere Einflüsse wie Witterung, Ernteausfälle oder veränderte Verbrauchsmuster.

So entsteht der Wert von 153 Menschen pro Arbeitskraft

Die Berechnung folgt einem einfachen Prinzip:
Fachleute teilen die Menge der produzierten Nahrungsmittel durch die Zahl der Vollzeitkräfte in der Landwirtschaft. Anschließend setzen sie diesen Wert ins Verhältnis zum Verbrauch der Bevölkerung. So entsteht die Kennzahl, wie viele Menschen eine einzelne landwirtschaftliche Arbeitskraft ernähren kann.

Der aktuelle Rekord zeigt: Die deutsche Landwirtschaft arbeitet so effizient wie nie – bleibt aber zugleich abhängig von Wetter, Märkten und Erträgen.

Geflügelnews
Bild: BZL
Quelle: BZL

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