Protein statt Zucker: US-Ernährungsleitlinien setzen auf Eier und Geflügel

13 Januar 2026
Gesellschaft
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Die US-Regierung rät zu einer klaren Kurskorrektur auf dem Teller. Die neuen Ernährungsleitlinien empfehlen proteinreiche Kost aus möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln. Eier und Geflügel nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Zucker und stark verarbeitete Produkte sollen dagegen an Bedeutung verlieren.

Regierung wirbt für „echte Lebensmittel“

Das US-Gesundheitsministerium (HHS) und das Landwirtschaftsministerium (USDA) haben ihre neuen Ernährungsleitlinien vorgestellt. Die Empfehlungen legen den Schwerpunkt auf proteinreiche Ernährung und raten dazu, Zucker sowie stark verarbeitete Lebensmittel zu reduzieren.

„Esst echte Lebensmittel“, brachte US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. die Botschaft auf den Punkt. Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen die Leitlinien nicht.

Eier und Geflügel als feste Größe

Im Zentrum der Empfehlungen stehen Proteine. Jede Mahlzeit soll laut Leitlinien hochwertige, nährstoffreiche Eiweißquellen enthalten. Als besonders geeignet nennen die Autoren tierische Produkte wie Eier und Geflügel. Sie liefern gut verfügbares Protein, wichtige Vitamine und essenzielle Aminosäuren.

Diese Lebensmittel sollen pflanzliche Eiweißquellen wie Bohnen, Erbsen oder Nüsse ergänzen. Die Leitlinien betonen damit ausdrücklich die Kombination aus tierischen und pflanzlichen Proteinen.

Mehr Eiweiß, weniger Zucker

Neben der Proteinempfehlung fordern die Leitlinien einen deutlichen Rückgang beim Zuckerkonsum. Auch stark verarbeitete Lebensmittel sollen seltener auf dem Speiseplan stehen.

Bei der Zubereitung raten die Autoren zu Fetten mit essenziellen Fettsäuren, etwa Olivenöl. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollen Verbraucherinnen und Verbraucher nur maßvoll konsumieren.

Grundlage für staatliche Programme

USDA und HHS überarbeiten die Ernährungsleitlinien alle fünf Jahre. Sie dienen als Referenz für zahlreiche Programme der Ernährungspolitik, darunter das staatliche Lebensmittelhilfsprogramm SNAP. Entsprechend groß ist ihr Einfluss auf Verpflegung, Einkauf und öffentliche Ernährungsempfehlungen in den USA.

Geflügelbranche begrüßt die Leitlinien

Vertreter der Agrar- und Ernährungswirtschaft reagierten positiv. Die Geflügelbranche sieht sich in ihrer Position bestätigt.

Hähnchenfleisch sei eine fettarme, erschwingliche Proteinquelle, erklärte Ashley Peterson, Vizepräsidentin des National Chicken Council. Es helfe Menschen in allen Lebensphasen, die neuen Empfehlungen umzusetzen.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_ Dusan Petkovic
Quelle: AgE

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