Milbenbekämpfung im Geflügelstall: Vorbeugung ist wichtig
25 August 2025
Stallmanagement
Wissenspartner
Christian Scheperjans von der Genossenschaft Ems-Vechte berät Jonas Buller zum Thema Milbenbekämpfung.
Legehennenbetrieb Buller setzt bei Bekämpfung der Roten Vogelmilbe auf DESINTEC
Mit steigenden Temperaturen steigt auch das Risiko von Roten Vogelmilben im Legehennenstall. Um die Hennen vor den Parasiten bestmöglich zu schützen, ist ein gründliches Vorgehen bei der Reinigung und Desinfektion vorab unerlässlich. Betrieb Buller aus dem Emsland setzt vor allem auf Prophylaxe und vertraut dabei auf Produkte von DESINTEC.
Was ist die Rote Vogelmilbe?
Die Rote Vogelmilbe (dermanyssus gallinae) ist ein Parasit, der hauptsächlich in Legehennenställen eine große Bedrohung darstellt. Die Milben saugen mit ihren langen Mundwerkzeugen Blut aus den Hühnern und vermehren sich enorm schnell. Der Befall der Roten Vogelmilbe schwächt das Immunsystem der Hennen. Die Milben übertragen zudem Krankheiten und verursachen großen Stress im Stall.
Die Rote Vogelmilbe sitzt häufig in kleinen Nischen und Ritzen.
All das sorgt unter anderem für verminderte Legeleistungen der Hennen. Diese können sich von dem Befall nur schlecht erholen. Die Milben halten sich in der Nähe des Wirts auf – vor allem in kleinen Ecken, Nischen und Ritzen.
Mit dem Gemisch aus Wasser und M-Ex Profi 80 werden die befallenen Stellen bedeckt.
Bei der Behandlung gegen den Parasiten sollten Sie also an den betroffenen Stellen besonders gewissenhaft sein. Achtung: Über die Hälfte der Population im Stall besteht aus Larven und Eiern – mit dem bloßen Auge kaum erkennbar.
Was ist bei der Milbenbekämpfung zu beachten?
“Vorbeugung” ist das wichtigste Stichwort in der Milbenbekämpfung. Um einem Befall optimal entgegenzuwirken, sollten Sie den Stall zunächst gründlich reinigen. Anschließend desinfizieren Sie den Stall. Wählen Sie hier ein Mittel, das auch gegen die Eier der Rote Vogelmilbe wirksam ist. Es eignet sich aufgrund der parasitären Wirkung beispielsweise DESINTEC FI-des Allround Pro. Der dritte Schritt ist die Beschichtung der Anlage, nachdem sie getrocknet ist. Besonders gut eignet sich ein synthetisch hergestelltes Siliziumdioxid.
Familie Buller setzt hier seit etwa vier Jahren auf M-Ex Profi 80 von DESINTEC. Das Produkt wirkt physikalisch, denn es entzieht dem Zellgewebe der Roten Vogelmilbe die Lipide. Die Milbe bricht auf und vertrocknet.
Das M-Ex Profi 80 wird im Verhältnis 1:9 mit Wasser vermischt und muss dann einige Minuten ruhen.
Meist ist nur eine Nachbehandlung nötig, während bei normalem Siliziumdioxid oft drei bis vier Nachbehandlungen gebraucht werden, um den Befall wirklich einzudämmen. “Am besten ist es, wenn wir während der Servicephase im Stall alle Oberflächen desinfizieren und den Stall ein bis zwei Tage vor der Aufstallung der Junghennen mit M-Ex Profi 80 behandeln”, so Christian Scheperjans von der Genossenschaft Ems-Vechte, der den Betrieb betreut.
Über den Betrieb Buller
Familie Buller führt den Betrieb in der Nähe von Lathen im Emsland an der niederländischen Grenze. Die Geschichte des Betriebs reicht zurück bis 1964 als der Vater von Manfred Buller aus dem Ort aufs Land aussiedelt. Die Arbeit im Betrieb teilen sich Vater Manfred, Mutter Ulrike und Sohn Jonas auf. Für das Abpacken der Eier haben sie noch eine Mitarbeiterin eingestellt. Neben dem Legehennenstall gibt es weitere Betriebszweige: Auf dem Hof leben zusätzlich etwa 100 Mastbullen. Auf 70 Hektar baut die Familie außerdem Mais, Getreide und Zuckerrüben an. In Zukunft soll sich die Legehennenhaltung erweitern: Die Familie plant den Bau eines weiteren Legehennenstalls für rund 15.000 Tiere.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.
AGRAVIS Nutztier GmbH
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