Cord Schiplage, Präsident des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT)
Die deutsche Futtermittelwirtschaft zeigt sich stabil: 2024/25 stieg die Produktion auf 22,2 Mio. Tonnen. Besonders Geflügelfutter legte zu – trotz sinkender Tierzahlen. Auf der DVT-Jahrestagung forderte Präsident Cord Schiplage klare politische Rahmenbedingungen und betonte die Bedeutung einer sicheren Eiweißversorgung.
Auf der 25. Jahrestagung des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT) hat Präsident Cord Schiplage Politik und Gesellschaft zu klaren Entscheidungen aufgerufen. Unter dem Leitthema „Die Zukunft nachhaltiger Tierhaltung und Tierernährung – eine Momentaufnahme nach dem Politikwechsel“ betonte er, dass die Futtermittelwirtschaft stabile Rahmenbedingungen brauche, um investieren und ihre Rolle in der Lebensmittelkette festigen zu können.
DVT-Jahrestagung 2025 – Appell an Politik und Gesellschaft
Schiplage verwies auf den Regierungswechsel in Deutschland und die damit verbundenen Erwartungen an die Branche. Viele Entscheidungen stünden noch aus, während Haushaltsberatungen für 2026 bereits liefen. Bürokratie und Überregulierung, etwa bei Nachhaltigkeitsberichterstattung oder Genehmigungsverfahren, belasteten Unternehmen erheblich und schwächten die Wettbewerbsfähigkeit.
Geflügelfutter mit stabilem Wachstum
Trotz langfristig rückläufiger Tierbestände legte die deutsche Mischfutterproduktion 2024/25 leicht zu. Insgesamt wurden 22,2 Millionen Tonnen hergestellt – ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das Segment Geflügelfutter entwickelte sich positiv: Für Nutz- und Mastgeflügel stieg die Produktion um 2,5 Prozent auf rund 6,5 Millionen Tonnen.
Preislich zeigte sich jedoch ein Rückgang. Laut Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) sanken die Erzeugerpreise für Broilerfutter im Zwölfmonatsvergleich bis Juni 2025 um knapp ein Prozent, bei Legehennenfutter um 2,3 Prozent.

































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