Die EU-Kommission treibt das Ende der Käfighaltung voran. Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi stellt Gesetzesvorschläge noch für dieses Jahr in Aussicht. Statt eines pauschalen Verbots setzt Brüssel auf differenzierte Vorgaben je Tierart und Übergangsfristen.
Kommission hält am Zeitplan fest
Die EU-Kommission will ein Verbot der Käfighaltung von Nutztieren bis Ende 2026 auf den Weg bringen. Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi bekräftigte dieses Ziel vor dem Agrarausschuss des Europäischen Parlaments. Noch vor Jahresende will er konkrete Gesetzesvorschläge vorlegen.
Damit nimmt Brüssel einen neuen Anlauf, nachdem das Vorhaben zuletzt ins Stocken geraten war. Várhelyi signalisiert nun politischen Willen und setzt auf einen verbindlichen Zeitrahmen.
Keine Einheitslösung für alle Tierarten
Ein pauschales Verbot lehnt die Kommission ab. Várhelyi kündigt stattdessen differenzierte Regelungen an. Jede Tierart soll eigene Vorgaben erhalten.
Zu den betroffenen Tieren zählen unter anderem:
- Legehennen
- Schweine
- Kälber
- Masthühner
- Kaninchen
- Enten, Gänse und Wachteln
Die Kommission orientiert sich dabei an bisherigen Konsultationen. Details zu den einzelnen Maßnahmen bleibt Várhelyi jedoch noch schuldig.
Übergangsfristen und pragmatische Umsetzung
Der Kommissar setzt auf einen schrittweisen Umbau der Tierhaltung. Er will praktikable Lösungen entwickeln und den Betrieben ausreichend Zeit geben, ihre Systeme anzupassen. „Pragmatische Regelungen mit angemessenen Übergangsfristen“ sollen den Wandel absichern und wirtschaftliche Brüche vermeiden.
Strategie zur Pelztierhaltung folgt
Neben der Käfighaltung will die Kommission auch die Pelztierhaltung neu regeln. Várhelyi kündigt eine entsprechende Mitteilung in den kommenden Wochen an. Damit greift Brüssel ein weiteres sensibles Tierschutzthema auf und erweitert den politischen Rahmen über die Nutztierhaltung hinaus.

































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