EFSA: Vogelgrippe-Variante kam aus dem Osten

28 November 2025
Biosicherheit
efsa vogelgrippe

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit meldet für diesen Herbst ungewöhnlich viele Fälle von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) bei Wildvögeln in ganz Europa. 99 Prozent davon waren A(H5N1). Die meisten hiervon waren laut EFSA eine neue Variante eines zuvor zirkulierenden Stammes, der aus dem Osten eingeschleppt wurde.

Laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, gab es zwischen dem 6. September und dem 14. November 2025 1.443 bestätigte Fälle von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) bei Wildvögeln in 26 europäischen Ländern. Das sind laut EFSA viermal mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024 und es ist der höchste Wert seit mindestens 2016. 

Scheinbar gesunde Vögel sorgen für Verbreitung

Wasservögel in verschiedenen Teilen Europas waren im genannten Zeitraum stark von HPAI betroffen. Dabei gab es auch Nachweise bei scheinbar gesunden Wildvögeln, was zu einer weitreichenden Kontamination der Umwelt führte. Außerdem kam es zu Ausbrüchen mit hoher Sterblichkeit bei Kranichen in Deutschland, Frankreich und Spanien.

99 Prozent der nachgewiesenen HPAI-Viren wurde als A(H5N1) gemeldet. Die meisten hiervon waren eine neue Variante eines zuvor zirkulierenden Stammes. Dieser wurde laut EFSA aus dem Osten nach Europa eingeschleppt und breitete sich dann rasch nach Westen aus. 

Empfehlungen für Behörden vor Ort

Vor dem Hintergrund der hohen HPAI-Fallzahlen empfiehlt die EFSA den zuständigen Behörden verschiedene Maßnahmen zur Vorsorge und Bekämpfung. Dazu gehört neben einer hohen Biosicherheit: 

  • eine verstärkte Überwachung gehaltenen Geflügels zur Früherkennung
  • Konzentration der Wildvogelüberwachung auf Feuchtgebiete und Rastplätze
  • Stallpflicht in Gebieten, in denen HPAI bei Wildvögeln bestätigt wurde oder Massensterben aufgetreten ist
  • rasches Entfernen von Wildvogelkadavern
  • Vermeiden von Störungen der Wildvogelpopulation (Jagd, Freizeitaktivitäten, Füttern) 
PM / Christa Diekmann-Lenartz
Bild: AdobeStock_Frank

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