Im Winter 2021/2022 gab es bereits einen schlimmen Vogelgrippe-Seuchenzug in Niedersachsen.
Wegen der Vogelgrippe sind in diesem Jahr in Niedersachsen bereits so viele Tiere getötet worden wie noch nie seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen 2008. Das hat das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mitgeteilt.
Laut Einschätzung des Ministeriums in Hannover sei es aktuell nicht zu erkennen, wann sich die Geflügelpest-Welle abschwächen werde. Seit Jahresbeginn wurden laut Ministerium rund 1,37 Mio. Tiere wegen der Seuche getötet, insbesondere Puten und Legehennen. Der weit überwiegende Teil der Ausbrüche dieses Jahres entfällt dabei auf die Zeit seit Oktober.
Bis dato schlimmste Ausbrüche 2021 und 2022
Die ersten Zahlen zu Vogelgrippe-Ausbrüchen und getöteten Tieren wurden 2008 erhoben. Seither ragten die Jahre 2021 und 2022 mit 1,17 Mio. und 1,25 Mio. getöteten Tieren heraus. Diese Werte wurden nun übertroffen.
Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium rechnet wegen der Restriktionszonen und dem Wiedereinststallungsverbot im hauptsächlcih betroffenen Landkreis Cloppenburg zumindest mittelfristig mit weniger Ausbrüchen.
In Niedersachsen gab es 2024 mehr als 4.400 Geflügelbetriebe mit mehr als 20 Mio. Legehennen. Zudem wurden rund 927.000 Tonnen Geflügel geschlachtet - das waren 59 Prozent des deutschen Schlachtgeflügels.

































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.