CERES AWARD 2026: Diese drei Geflügelhalter stehen im Finale – wer wird Geflügellandwirt des Jahres?

11 Juni 2026
Deutschland
Familie Krüssel

Henning Krüssel (rechts) kämpft in diesem Jahr um den begehrten Titel "Geflügelhalter des Jahres 2026"


Die Entscheidung rückt näher: Seit gestern steht die Shortlist für den CERES AWARD 2026 fest. Insgesamt 21 landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem deutschsprachigen Raum haben das Finale erreicht. In der Kategorie Geflügel konkurrieren drei Betriebe mit unterschiedlichen Konzepten um den Sieg. 

21 Finalisten kämpfen um den CERES AWARD 2026

Die Shortlist für den CERES AWARD 2026 steht seit gestern fest. 21 Landwirtinnen und Landwirte haben sich für das Finale qualifiziert und treten in sieben Kategorien gegeneinander an. Neben den Kategoriesiegen winkt der Titel „Landwirtin oder Landwirt des Jahres 2026“.

In den kommenden Wochen besuchen die Fachjurys alle nominierten Betriebe. Vor Ort prüfen sie die Betriebskonzepte, bewerten die Leistungen der Kandidaten und verschaffen sich ein eigenes Bild von den Höfen. Erst nach Abschluss der Hofbesuche stehen die Sieger der einzelnen Kategorien fest. Anschließend bestimmt eine separate Jury den Gesamtsieger.

CERES AWARD zeichnet Innovation und Verantwortung aus

Seit 2014 ehrt agrarheute mit dem CERES AWARD landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer, die wirtschaftlichen Erfolg mit Innovationskraft, unternehmerischem Mut und Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt verbinden.

Vergeben wird die Auszeichnung in den Kategorien Ackerbau, Energie, Geflügel, Junglandwirt/in, Rind, Schwein und Unternehmerin. Neu hinzu kommt 2026 erstmals ein Sonderpreis der Initiative Tierwohl.

Die drei Nominierten in der Kategorie Geflügel

Fabian Schwarz setzt auf Tierwohl, Transparenz und eigene Ressourcen

Fabian Schwarz aus Goldenbow in Mecklenburg-Vorpommern hat sich mit seinem familiengeführten Putenbetrieb für das Finale qualifiziert. Der 29-jährige Landwirt verbindet Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem Gesamtkonzept. Moderne Tierwohlställe der Haltungsform 3, eine eigene Futtermittelproduktion und Investitionen in erneuerbare Energien prägen den Betrieb.

Besonderen Wert legt Schwarz auf Transparenz. Mit Hoffesten und offenen Einblicken in die Putenhaltung sucht er aktiv den Austausch mit Verbrauchern und möchte das Vertrauen in die moderne Geflügelhaltung stärken.

Henning Krüssel baut moderne Bio-Junghennenaufzucht auf

Henning Krüssel aus Twist-Hebelermeer in Niedersachsen steht ebenfalls im Finale. Gemeinsam mit seinem Vater erweiterte er den Familienbetrieb 2024 um eine moderne Bio-Junghennenaufzucht mit knapp 30.000 Plätzen.

Für den 35-jährigen Krüssel bedeutete der Einstieg in die Geflügelhaltung einen Neuanfang. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Vorbereitung der Tiere auf eine erfolgreiche und gesunde Legeperiode. Dabei setzt Krüssel auf eine intensive Betreuung der Junghennen und hohe Tierwohlstandards.

Sebastian Schlottmann verwirklichte den Traum vom eigenen Geflügelbetrieb

Sebastian Schlottmann aus Mistorf in Mecklenburg-Vorpommern schaffte den Sprung vom Manager eines Landmaschinenunternehmens zum Geflügelhalter. Ohne familiären Hintergrund in der Landwirtschaft gründete er 2020 einen Bio-Legehennenbetrieb mit heute rund 12.000 Tieren.

Um die Versorgung seiner Herde selbst zu steuern, betreibt Schlottmann ein eigenes Mischfutterwerk. Mit seinem Betrieb setzt er auf regionale Bio-Eier, kurze Wertschöpfungsketten und hohe Standards in der Tierhaltung.

Entscheidung fällt im Oktober in Berlin

Wer den Sieg in der Kategorie Geflügel erringt, entscheidet sich nach den laufenden Hofbewertungen durch die Jury. Die Gewinner werden am 21. Oktober 2026 bei der Preisverleihung in Berlin bekanntgegeben.

Neben den sieben Kategoriesiegern kürt die Jury dort auch die Landwirtin oder den Landwirt des Jahres 2026. 

Geflügelnews
Bild: Christa Diekmann-Lenartz, CERES Award
Quelle: CERES Award

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.