Deutschland deckt den Großteil seines Lebensmittelbedarfs aus eigener Produktion. Doch hinter dem Durchschnittswert von 85 Prozent verbergen sich große Unterschiede: Während Zucker und Kartoffeln im Überfluss entstehen, bleibt Deutschland bei Eiern, Obst und Gemüse und stark auf Importe angewiesen.
Der Selbstversorgungsgrad beschreibt, wie weit die heimische Landwirtschaft den Bedarf an Lebensmitteln decken kann. In Deutschland lag dieser Wert im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei rund 85 Prozent.
Doch dieser Mittelwert verdeckt deutliche Unterschiede. Je nach Produkt fällt die Bilanz sehr verschieden aus. Obst und Gemüse kommen weiterhin zu großen Teilen aus dem Ausland, weil die heimische Produktion den Verbrauch nicht ausreichend abdeckt.
Überschuss bei Fleisch, Zucker und Kartoffeln
Anders sieht es bei Zucker und Kartoffeln aus: Hier produziert die deutsche Landwirtschaft deutlich mehr, als im Inland benötigt wird. Auch bei Fleisch übertrifft die Erzeugung den Bedarf. Über alle Fleischarten und Teilstücke hinweg lag der Selbstversorgungsgrad bei 120 Prozent.
Warum Deutschland trotz Fleischüberschuss importiert
Trotz dieses Überschusses importiert Deutschland weiterhin Fleisch. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Teilstücken. Gefragte Stücke wie Filet oder Kotelett reichen nicht immer aus, um die Nachfrage zu bedienen. Weniger beliebte Teile wie Füße oder Schwänze finden dagegen kaum Käufer. Sie werden häufig zu Tierfutter verarbeitet oder ins Ausland verkauft.
Eier und Honig: deutliche Lücken in der Versorgung
Bei Eiern bleibt Deutschland dagegen klar unter dem Eigenbedarf. Der Selbstversorgungsgrad liegt hier bei 72 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr änderten sich die Werte 2024 kaum. Auffällig war vor allem das Gemüse: Hier stieg der Selbstversorgungsgrad erstmals seit der Jahrtausendwende auf über 40 Prozent. Bei Honig entwickelte sich die Lage dagegen rückläufig. Im Vergleich zu 2023 sank der Selbstversorgungsgrad um fünf Prozentpunkte.




































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