Vogelgrippe in den USA: Sorge vor Virus-Mutation wächst

02 Mai 2025
Biosicherheit
h5n1

Der tödliche Ausbruch des Vogelgrippevirus H5N1 in US-Milchviehbetrieben zeigt eine besorgniserregende Entwicklung mit ersten menschlichen Todesfällen – Experten warnen vor einer möglichen Mutation.

Laut dem Global Virus Network (GVN) breitet sich das Vogelgrippevirus H5N1 derzeit mit alarmierender Geschwindigkeit in US-amerikanischen Milchviehbetrieben aus. Seit März 2024 wurden über 1.000 Herden infiziert. Infolgedessen kam es zu mehr als 70 menschlichen Infektionen, mindestens eine Person ist verstorben.

GVN warnt vor Mutation: Droht eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung?

Das GVN warnt davor, dass die Ausbreitung des Virus unter Säugetieren das Risiko genetischer Mutationen erhöht. Solche Mutationen könnten im schlimmsten Fall eine Übertragung von Mensch zu Mensch ermöglichen. Sten H. Vermund, Chief Medical Officer des GVN, betont, dass ein genaues Verständnis der aktuellen Lage sowie eine rasche Reaktion entscheidend seien, um das Risiko einzudämmen.

US-Seuchenschutzbehörde: Risiko für Bevölkerung gering – Schutzmaßnahmen notwendig

Die US-Seuchenschutzbehörde CDC sieht das Risiko für die Allgemeinbevölkerung derzeit als gering an, ruft jedoch zu erhöhter Vorsicht auf – insbesondere bei Menschen, die engen Kontakt zu infizierten Tieren haben. Vorsichtsmaßnahmen seien in betroffenen Betrieben zwingend notwendig.

Laut CDC sind Infektionen mit dem H5N1-Virus bei Wildvögeln weltweit verbreitet. In den USA kam es nun aber auch zu Übertragungen auf Geflügel und Milchkühe. Mehrere Infektionen wurden bei Beschäftigten in der Tierhaltung festgestellt, insbesondere bei Milchvieh- und Geflügelarbeitern.

Die CDC beobachtet die Situation engmaschig und arbeitet eng mit Behörden der Bundesstaaten zusammen, um mögliche Kontaktpersonen zu identifizieren und weitere Ausbreitungen zu verhindern.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_JUN LI

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