USA: Impfstoff gegen H5N1 soll Kühe bald schützen

25 April 2025
Impfung
Milchkühe

Ein neu entwickelter Impfstoff gegen das H5N1-Virus bei Milchkühen soll die Milchproduktion sichern und Milchviehbetriebe vor wirtschaftlichen Schäden bewahren.

Die Foundation for Food & Agriculture Research (FFAR) und das Biotech-Unternehmen Genvax Technologies investieren 278.163 US-Dollar in ein ROAR-Projekt (Rapid Outcomes from Agricultural Research), um einen Impfstoff gegen das H5N1-Virus bei Milchkühen zu entwickeln. Ziel ist es, schnell auf den neu auftretenden Erreger reagieren zu können, der bislang bei Rindern nicht vorkam.

H5N1 bei Rindern: Über 1.000 Fälle in den USA gemeldet

Der erste H5N1-Fall bei Rindern wurde im März 2024 registriert. Inzwischen sind über 1.000 Fälle in 17 US-Bundesstaaten bekannt. Das Virus befällt insbesondere die Milchdrüsen der Kühe, beeinträchtigt die Milchqualität und -produktion, verursacht jedoch nur milde Krankheitssymptome bei den Tieren.

Laut FFAR-Wissenschaftsdirektorin Dr. Angela Records sei die artenübergreifende Ausbreitung von H5N1 eine neue große Herausforderung. Es sei entscheidend, Milchviehbetriebe schnell mit Schutzmaßnahmen auszustatten. Die Förderung durch das ROAR-Programm soll die rasche Entwicklung und Bereitstellung des Impfstoffs ermöglichen.

Unter der Leitung von Dr. Hank Harris, Mitbegründer von Genvax, entwickeln die Forscher nicht nur den Impfstoff, sondern auch Diagnoseinstrumente, mit denen zwischen geimpften und infizierten Tieren unterschieden werden kann. Diese Tools sollen zudem bei Kälbern getestet werden. Die Ergebnisse werden dem US-Landwirtschaftsministerium (Center for Veterinary Biologics) vorgelegt, um eine bedingte Zulassung für den Einsatz des Impfstoffs zu beantragen.

Genvax entwickelt Diagnose-Tools für den Einsatz im Stall

Dr. Harris betont, dass ein H5N1-Ausbruch nicht nur die Milchproduktion gefährde, sondern auch das Vertrauen der Verbraucher sowie den internationalen Handel. Durch den Einsatz einer Rapid-Response-Plattformtechnologie will Genvax der Entwicklung des Virus zuvorkommen und so die wirtschaftliche Stabilität der ländlichen Regionen sichern.

Das ROAR-Programm wurde von FFAR ins Leben gerufen, um bei unvorhergesehenen Bedrohungen der Lebensmittelversorgung und Agrarsysteme schnell reagieren zu können.


(Quelle: Foundation for Food & Agriculture Research (FFAR))

Geflügelnews
Bild: Adobe_Stock_Thierry RYO

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