Direktvermarktung ist für Familienbetriebe ein interessantes Standbein. Wie das funktionieren kann, zeigt CeresAward-Finalist Eike Alswede aus dem niedersächsischen Gehrde: Gemeinsam mit seinem Bruder und seinen Eltern hat der 28-Jährige ein bemerkenswertes Konzept aufgebaut – die Eiervermarktung gehört dazu.
Der idyllische Ort Gehrde liegt im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Die gut 2.800 Einwohner können seit dem vergangenen Jahr wieder im Ort einkaufen. Vorher mussten sie für den nächsten Supermarkt zumindest bis ins benachbarte Bersenbrück fahren. Heute bietet der „Landmarkt Gehrde“ ein Vollsortiment für den täglichen Bedarf - und die gesamte Palette der eigenen Erzeugnisse vom Hof Alswede. Familie Alswede ist nämlich Betreiber vom „Landmarkt Gehrde“.
Direktvermarktung hat lange Tradition
„Die Direktvermarktung hat eine lange Tradition auf unserem Hof. Der Bau des Landmarktes war für uns auch eine Konsequenz daraus, dass es im Ort keine Einkaufsmöglichkeit mehr gibt“, erzählt Eike Alswede. Er führt gemeinsam mit seinem Bruder Arne und Vater Frank den Hof Alswede bereits in der fünften Generation.
Vor gut einem Jahr wurde der „Landmarkt Gehrde“ eröffnet – vorangegangen waren rund drei Jahre für Planung, Genehmigung und Umbau des früheren Kuhstalles zum neuen Einkaufsmarkt. Rund 70 Prozent der hofeigenen Erzeugnisse vermarktet die Familie direkt hierüber und zusätzlich über den Wochenmarkt. Vom Hof gibt es Gemüse, Obst, Eier sowie Schweine- und Rindfleisch.
Transparente Tierhaltung gehört dazu
Ein Herzstück des Konzepts ist die Transparenz in der Tierhaltung. Für die Schweine entstand ein komplett neues, geschlossenes Haltungssystem – vom Deck- und Wartestall über die Ferkelaufzucht bis zur Mast. Besucherinnen und Besucher können sich jederzeit die Ausläufe anschauen, zusätzlich werden regelmäßig Führungen angeboten. „Wir möchten, dass unsere Kundinnen und Kunden sehen können, was sie kaufen. Die Tiere werden hier geboren, wachsen hier auf und werden auch lokal geschlachtet. Dieses Vertrauen ist die Grundlage unserer Direktvermarktung“, betont Eike Alswede.
Auch der Stall für die 1.000 Legehennen in Freilandhaltung befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Landmarkt. Die Althennen werden auf dem Hof im Schlachtmobil geschlachtet und als Suppenhühner direkt vermarktet: „Es gibt hierfür immer viele Vorbestellungen, der Rest wird später gefroren vermarktet“, informiert der Hofnachfolger.






































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.