FarmInsect: Hoffnung auf Sanierung zerschlagen

24 August 2026
Agribusiness
Larven der Schwarzen Soldatenfliege

Die schlechten Nachrichten aus der Branche der Insektenerzeuger reißen nicht ab. Das Start-up FarmInsect hatte Anfang April Insolvenz angemeldet. Die Hoffung auf einen Käufer und eine Sanierung hat sich nicht erfüllt. Der Geschäftsbetrieb wurde eingestellt. 

Es ruhten große Hoffnungen auf den Larven der Schwarzen Soldatenfliege. Diese sollten auf landwirtschaftlichen Betrieben gemästet werden und hochwertiges alternatives Protein liefern – unter anderem auch für Geflügel. Diese Hoffnungen erfüllen sich im Moment leider nicht.

Hoffnung auf Käufer nicht erfüllt

Das 2020 gegründete Unternehmen FamInsect hat automatisierte Mastanlagen für die Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege verkauft. Anfang April hatte FarmInsect ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Zu Beginn des Verfahrens hatte sich Insolvenzverwalter Dr. Alexander Zarzitzky noch optimistisch gezeigt und die Aussichten für eine Sanierung als „äußerst positiv“ beschrieben. Auch diese Hoffnungen haben sich jedoch nicht erfüllt.

Laut dem Juristen konnte nach langen Gesprächen mit mehreren Kaufinteressenten schließlich keine Einigung gefunden werden, sodass der Geschäftsbetrieb eingestellt worden ist. Gesprochen wird Zarzitzky zufolge derzeit noch über eine Übernahme von immateriellen Unternehmenswerten, also beispielsweise Know-how, Rechte und Lizenzen oder Kundendaten. Den Kunden von FarmInsect will die Insolvenzverwaltung nach eigenen Angaben Kontakt zu vergleichbaren Anbietern von Larvenaufzuchten vermitteln.

Kostenparität zu Fischmehl fast erreicht

Bei der Einleitung des Verfahrens hatte Zarzitzky die Probleme auf das schwierige Marktumfeld durch niedrige Preise für Soja und Fischmehl, hohe Produktionskosten sowie Verzögerungen bei der Auszahlung einer Finanzierungstranche zurückgeführt. Die guten Perspektiven für eine Sanierung waren unter anderem damit begründet worden, dass das Unternehmen kurz davor stehe, Kostenparität zu Fischmehl zu erreichen und eine massive Expansion in den US-Markt für Heimtier- und Geflügelfutter plane.


AgE
Bild: Christa Diekmann-Lenartz

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